May 7, 2018 / 5:42 AM / 3 months ago

Spahn zieht Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte in Zweifel

Berlin (Reuters) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Zweifel am Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte in ihrer derzeitigen Form geäußert.

Health Minister Jens Spahn arrives at German government guesthouse Meseberg Palace in Meseberg, Germany, April 10, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Dass die Entwicklung der Gesundheitskarte, mit der Ärzte und Patienten wichtige Daten austauschen sollen, in 14 Jahren nicht über Modellprojekte hinausgekommen sei, sei “völlig inakzeptabel”, sagte der CDU-Politiker der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vom Montag. Zudem sei die Zeit von Kartenlesegeräten an Desktop-Computern als alleinige, vorgeschriebene Variante vorbei. Vielmehr müsse die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit dem von der Bundesregierung geplanten Bürgerportal koordiniert werden. “Ich will nicht, dass man eine digitale Identität für die Steuererklärung braucht, eine um seinen Pass zu beantragen und eine dritte im Gesundheitswesen.”

Spahn stellt zudem den Kassenärzten Verbesserungen bei der Vergütung in Aussicht. “Es soll sich für den Arzt lohnen, neue Patienten zu nehmen”, sagte der Minister. Er bezog sich dabei auf Beschwerden von Medizinern, wonach ein Zehntel ihrer erbrachten Leistungen, wegen der Deckelung der Budgets nicht von den Krankenkassen bezahlt würde. Eine völlige Abkehr von den Budgets sehe er zwar nicht, sagte Spahn. “Der Arzt, der einen Patienten zusätzlich nimmt, darf dafür nicht auch noch bestraft werden.” Das müsse sich in der Vergütung niederschlagen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below