January 9, 2018 / 12:16 PM / 5 months ago

Staatssekretär - Deutsche Handelsüberschüsse sind kein Ziel der Politik

Berlin (Reuters) - Deutschland muss Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig zufolge mehr tun, um andere Länder von den deutschen Gewinnen im Außenhandel profitieren zu lassen.

An employee works on plumbing equipment at the polishing stage of the assembly line of bathroom and sanitation company Hansgrohe, in Schiltach, in the Black Forest, Southwestern Germany, November 3, 2014. German bathroom fittings maker Hansgrohe is a successful firm with a track record of global exports and an attractive profit-sharing scheme. But it's struggling to hire highly-qualified engineers - and many more "Mittelstand" companies are too. The raft of firms named after their small-to-medium size kept Germany afloat throughout a global economic downturn and still have healthy order books. But now they must brace for a blow to their business from a demographic time bomb. Picture taken November 3, 2014. REUTERS/Vincent Kessler (GERMANY - Tags: BUSINESS EMPLOYMENT)

Mit mehr Investitionen und einer starken Binnenkonjunktur müsse man dafür sorgen, dass diese an der günstigen Entwicklung Anteil hätten und so die Handelsüberschüsse sinken, sagte der SPD-Politiker am Dienstag auf einer Globalisierungskonferenz in Berlin. Die hohen deutschen Überschüsse sind international umstritten. Machnig sagte dazu, es sei nicht Ziel der hiesigen Wirtschaftspolitik, diese zu produzieren. Sie seien vielmehr Ausdruck der großen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und von Sonderfaktoren, wie etwa niedrige Ölpreise. Angesichts wachsender Abschottungen und Handelsbarrieren habe die Welthandelsorganisation (WTO) als Wächter über einen möglichst fairen Welthandel zudem hohe Bedeutung für Deutschland.

Der Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr rechnet für die nächsten Jahren damit, dass der Welthandel wieder stärker als die globale Produktionsleistung wachsen wird - was mehrere Jahre nicht mehr der Fall war. Die deutschen Exportprodukte enthielten etwa ein knappes Drittel Waren und Leistungen aus dem Ausland - mit einigen Schwankungen.

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