June 13, 2019 / 12:29 PM / in 13 days

Bundesnetzagentur verliert Rechtsstreit gegen Google

An employee walks past the logo of Google in front of its former headquarters, in Beijing June 2, 2011. Hackers who broke into Google's Gmail system had access to some accounts for many months and could have been planning a more serious attack, said the cyber-security expert who first publicly revealed the incident. Picture taken June 2, 2011. To match Interview GOOGLE/EXPERT/ REUTERS/Jason Lee (CHINA - Tags: SCI TECH CRIME LAW BUSINESS)

Düsseldorf (Reuters) - Der Google-Email-Dienst “Gmail” muss sich nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes keinen weiteren Regeln des Telekommunikationsgesetzes unterwerfen und etwa Schnittstellen zum Datenzugriff von Ermittlungsbehörden gewähren.

Damit verlor die Bundesnetzagentur den jahrelangen Rechtsstreit mit dem US-Internetriesen. Gmail sei kein “elektronischer Kommunikationsdienst” im Sinne des Telekommunikationsgesetzes, da der internetbasierte E-Mail-Dienst keinen Internetzugang vermittelt, erläuterte das Gericht am Donnerstag.

Die deutsche Behörde hatte mit Bescheid vom Juli 2012 festgestellt, dass es sich bei Gmail um einen Telekommunikationsdienst handelt und Google daher unter Androhung eines Zwangsgelds aufgefordert, der Meldepflicht nachzukommen. Google hingegen erklärte, Gmail sei kein Telekommunikationsdienst, da dieser Dienst keine Signale übertrage. Als reiner Webmail-Dienst setze Gmail zwar etwa beim Online-Banking eine Signalübertragung voraus. Die erfolge aber nicht durch Google selbst, sondern durch die Anbieter des Internetzugangs.

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