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Wirtschaftsnachrichten

DIHK - Unsicherheit in Corona-Krise drückt Zahl der Firmengründungen

FILE PHOTO: The skyline with its banking district is photographed during sunset in Frankfurt, Germany, May 20, 2020, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues. REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo

Berlin (Reuters) - In der Virus-Krise wagen laut DIHK weniger Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit.

“Die Corona-Pandemie bedeutet einen Rückschlag für das Unternehmertum in Deutschland – und führt voraussichtlich zu weniger Start-Ups und Unternehmensgründungen”, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Montag zu den Ergebnissen des DIHK-Gründerberichts für 2020. “Diese Entwicklung ist bedenklich, denn wir brauchen für den Weg aus der Krise heraus Menschen, die im wahrsten Sinne Neues unternehmen wollen.” Mehr als die Hälfte der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland rechne in diesem Jahr mit weniger oder deutlich weniger Unternehmensgründungen.

Den etwa 350 IHK-Gründungsexperten zufolge machen Stilllegungen oder Einschränkungen der geschäftlichen Aktivitäten und Nachfragerückgänge mögliche Firmengründungen in Gastgewerbe, Tourismus, Verkehr und anderen Dienstleistungsbranchen derzeit äußerst schwierig. “Auch wenn manche Gründung vielleicht nur verschoben ist – die Nachfrageeinbrüche und die wirtschaftliche Unsicherheit bremsen eindeutig das Gründungsgeschehen”, erklärte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). In den Beratungen würden zwar auch Geschäftschancen thematisiert, die sich etwa aus Angeboten zur Bewältigung der Krisenfolgen ergäben. “Daraus resultierende Gründungsvorhaben werden aber einen Rückgang der Neugründungen in diesem Jahr nicht verhindern können”, betonte Schweitzer.

“Vernünftige Rahmenbedingungen für neue unternehmerische Ideen müssen die Unternehmen dauerhaft in die Lage versetzen, den Krisenmodus aus eigener Kraft zu verlassen”, forderte der Wirtschaftslobbyist. Demnach sehen 70 Prozent der Start-ups einen Abbau bürokratischer Hemmnisse “als allererste Politikpflicht”. Dazu gehöre die konsequente Nutzung der Digitalisierung, um Meldungen und Genehmigungen gebündelt und rasch erledigen zu können.

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