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Inlandsnachrichten

KfW-Studie - Firmengründungen von Migranten sind innovativer

A general view of the Brandenburg Gate, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Berlin, Germany, April 17, 2020. REUTERS/Christian Mang

Berlin (Reuters) - Firmengründungen von Migranten in Deutschland werden einer Studie zufolge immer wichtiger.

Ihr Anteil an allen Existenzgründungen erhöhte sich 2019 deutlich um fünf Punkte auf 26 Prozent, wie die staatliche Förderbank KfW am Donnerstag zu ihrem Gründungsmonitor mitteilte. “Schlechtere Arbeitsmarktchancen, eine höhere Risikobereitschaft sowie eine stärkere Wirkung von Rollenvorbildern führen zu einer im Vergleich zur Gesamtbevölkerung größeren Gründungsneigung.” Frühere Ergebnisse zeigten, “dass migrantische Gründungen innovativer und wachstumsorientierter sind”. Als Migrant gilt, wer die deutsche Staatsbürgerschaft nicht oder nicht von Geburt an besitzt.

Zuletzt hat vor allem das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech für Furore gesorgt und weltweit die Hoffnung auf einen raschen Corona-Impfstoff genährt. Der Gründer und Chef der Firma, Ugur Sahin, ist ein Sohn türkischer Einwanderer und kam mit vier Jahren nach Deutschland. Seine Frau Özlem Türeci sitzt auch im BioNTech-Vorstand.

Die sogenannte Gründungsquote, also die Zahl der Gründer je 10.000 Erwerbsfähige, liegt laut KfW unter Migranten bei 137 und in der Gesamtbevölkerung nur bei 117. Von den 605.000 Existenzgründungen 2019 gehen demnach 160.000 auf das Konto von Menschen mit ausländischen Wurzeln. “Deutschland profitiert seit vielen Jahren von der höheren Bereitschaft von Migrantinnen und Migranten, sich selbstständig zu machen”, sagte KfW-Chefökonomin Fritzi Köhler-Geib.

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