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Unternehmensnachrichten

Grenke - Zahlungsmittel des Konzerns belegt

50 and 20 Euro banknotes are displayed in this picture illustration taken November 14, 2017. REUTERS/Benoit Tessier/Illustration

Frankfurt (Reuters) - Die Leasingfirma Grenke sieht sich von einem zentralen Vorwurf des britischen Investors Fraser Perring weiter entlastet.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG habe Grenke mitgeteilt, dass sie für mehr als 98 Prozent der Bankguthaben von rund einer Milliarde Euro zu den Stichtagen 30. Juni 2020 und 15. September 2020 Bestätigungen der Banken erhalten habe. “Bedingt durch den internationalen postalischen Versand werden die noch ausstehenden Bankbestätigungen Mitte Oktober 2020 erwartet”, erklärte Grenke. Die Mitteilung schob die in den vergangenen Wochen gebeutelte Aktie kräftig an.

Grenke verdient sein Geld vor allem mit dem Verleih von IT und anderen Technologie-Produkten an kleine und mittlere Firmen sowie mit verwandten Dienstleistungen. Perring, einer der ersten Kritiker des im Juni in einem Bilanzbetrugs-Skandal zusammengebrochenen Zahlungsabwicklers Wirecard, hatte Grenke Mitte September in einem 64-seitigen Report Betrug, Bilanzfälschung und Geldwäsche vorgeworfen. So behauptete er, dass ein wesentlicher Teil der liquiden Mittel in der Bilanz nicht existiere.

Grenke wehrt sich gegen die Angriffe des Briten, der mit Leerverkäufen auf einen Kursverfall der Grenke-Aktie gesetzt hat. Die Firma aus Baden-Baden beauftragte unter anderem KPMG mit einer Sonderprüfung. Nach dem Wirecard-Skandal, der auch die Aufsichtsbehörden in einem schlechten Licht erscheinen lässt, durchleuchten auch die Behörden Grenke. So hat die Finanzaufsicht BaFin eine Sonderprüfung der Leasingfirma eingeleitet. Auch die Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls (FIU) durchleuchtet Grenke.

Die Attacke von Perring hat der Grenke-Aktie in den vergangenen Wochen erheblich zugesetzt. Nach der Mitteilung am Montag legten die Aktien zwischenzeitlich um bis zu 23 Prozent auf 39,40 Euro zu. Vor der Veröffentlichung von Perrings Vorwürfen Mitte September kostete das Papier allerdings noch rund 55 Euro.

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