February 27, 2018 / 11:23 AM / 9 months ago

DIHK - Firmen im Großbritannien-Geschäft immer pessimistischer

Workers are seen in an office tower in the Canary Wharf financial district at dusk in London, Britain, November 17, 2017. Picture taken November 17, 2017. REUTERS/Toby Melville

Berlin (Reuters) - Deutsche Unternehmen werden wegen der Brexit-Verunsicherung im Großbritannien-Geschäft immer pessimistischer.

“Für die kommenden zwölf Monate erwarten die Betriebe eine deutliche Verschlechterung ihrer UK-Geschäfte”, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum britischen EU-Austritt. Belastend sei vor allem, dass die Verhandlungen zwischen der EU und den Briten nur schleppend vorankämen. Die Firmen forderten deswegen eine zügige Klärung der künftigen Wirtschaftsbeziehungen beider Seiten. Die Auswirkungen des bevorstehenden EU-Abschieds der Briten seien aber auch schon jetzt zu spüren. Nicht zuletzt deshalb plane jedes zwölfte Unternehmen bereits eine Verlagerung der Investitionen auf andere Märkte, vor allem innerhalb der EU.

An der Erhebung vom Februar nahmen 900 Unternehmen teil, die im Geschäft mit Großbritannien oder auf der Insel aktiv sind. Demnach erwarteten die Betriebe nach 2017 auch 2018 schlechtere Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich Die deutschen Exporte nach Großbritannien seien schon im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent auf 84 Milliarden Euro zurückgegangen, während die Ausfuhren in den Rest der Welt im gleichen Zeitraum um knapp fünf Prozent deutlich zugenommen hätten, erklärte DIHK-Chef Eric Schweitzer. Mit dem Brexit rechnet sein Verband mit Zöllen und höheren Bürokratiekosten.

Derzeit bewerten nach der Umfrage noch 29 Prozent der Firmen ihr Großbritannien-Geschäft als gut - jedes vierte Unternehmen spricht aber von einer schlechten Lage. Bei den Aussichten aber rechnen nur noch zwölf Prozent mit einer Besserung, während 36 Prozent eine Verschlechterung befürchten. Etwa acht Prozent der befragten Firmen planen bereits Verlagerungen von Aktivitäten aus dem Vereinigten Königreich auf andere Märkte. Dabei geht es vorrangig um Deutschland und andere EU-Standorte. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von über 120 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist Großbritannien einer der wichtigsten deutschen Handelspartner.

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