August 22, 2018 / 12:15 PM / 3 months ago

Helaba schließt für 2018 erneuten Gewinnrückgang nicht aus

The logo for Landesbank Hessen-Thüringen Helaba is seen at the SIBOS banking and financial conference in Toronto, Ontario, Canada October 19, 2017. Picture taken October 19, 2017. REUTERS/Chris Helgren

Frankfurt (Reuters) - Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) spürt die niedrigen Zinsen und den harten Wettbewerb.

In einigen Bereichen sei das Umfeld noch etwas herausfordernder geworden, sagte Finanzchef Detlef Hosemann am Mittwoch in einer Telefonkonferenz zur Halbjahresbilanz. Es könne sein, dass das Ergebnis 2018 unter dem Vorjahreswert bleibe. Die Helaba hatte sich zum Ziel gesetzt, im laufenden Jahr die jahrelange Talfahrt zu stoppen. 2017 war das Ergebnis vor Steuern um ein Fünftel auf 447 Millionen Euro eingebrochen.

Auch im ersten Halbjahr konnte die Helaba den Negativtrend nicht umkehren. Das Ergebnis vor Steuern sank von Januar bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 200 Millionen Euro, nach Steuern blieben 140 (Vorjahr: 150) Millionen Euro übrig. Belastend wirkten sich die Börsenturbulenzen rund um die Regierungsbildung in Italien Ende Mai/Anfang Juni aus. Diese schlugen insbesondere auf den Wert der von der Helaba gehaltenen Bankanleihen durch und ließen das Handelsergebnis einbrechen. Zwar habe die Helaba nur ein sehr geringes direktes Engagement in Italien, doch beschränkten sich die Auswirkungen nicht auf Papiere des Euro-Landes.

Erste Lichtblicke sieht Hosemann dagegen im Neugeschäft, in dem die Margen entgegen den ursprünglichen Befürchtungen nicht weiter gesunken seien, sondern auf dem Vorjahresniveau verharrten. Auch gehe die Helaba davon aus, das Neugeschäft ausbauen zu können. Nach einem Einbruch zum Jahresauftakt lag es zum Halbjahr mit 7,8 Milliarden Euro noch 14 Prozent unter dem Vorjahreswert von 9,1 Milliarden Euro. Wegen des geringeren Bestands ging der Zinsüberschuss - die wichtigste Einnahmequelle der Helaba - um 1,7 Prozent auf 521 Millionen zurück.

Belastet wurde das Ergebnis im ersten Halbjahr auch durch einen höheren Verwaltungsaufwand, der um sieben Prozent auf 720 Millionen Euro zulegte. Hier wirkten sich Ausgaben für die Modernisierung der IT aus, die zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben notwendig sei. Das strategische Ziel einer Kosten-Ertrags-Quote von 70 Prozent ist 2018 laut Hosemann wegen der Investitionen nicht erreichbar. Im ersten Halbjahr lag sie bei 79,4 Prozent, auch weil zu Jahresanfang Einmalausgaben wie die Bankenabgabe anfielen.

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