May 9, 2018 / 5:46 AM / 6 months ago

Henkel hält trotz Wechselkurseffekten an Zielen fest

A logo of consumer goods group Henkel is pictured before its annual news conference in Duesseldorf March 8, 2012. REUTERS/Ina Fassbender/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE - SEARCH 'BUSINESS WEEK AHEAD NOV 7' FOR ALL IMAGES

Düsseldorf (Reuters) - Trotz hoher Belastungen durch die Dollar-Schwäche und Lieferschwierigkeiten in den USA hält der Konsumgüterriese Henkel an seinen Jahreszielen fest.

Bereinigt um Wechselkurseffekte und Zukäufe habe Henkel im ersten Quartal den Umsatz und das Ergebnis je Aktie gesteigert und damit die Grundlage für das Erreichen der Prognose geschaffen, teilte Vorstandschef Hans Van Bylen am Mittwoch mit. “Wir wollen unser profitables Wachstum weiter fortsetzen”, betonte er. Zudem sei der Konzern auf gutem Wege, im Laufe des zweiten Quartals die Lieferprobleme in den USA zu beheben.

Henkel peilt 2018 ein organisches Wachstum in der Bandbreite von zwei bis vier Prozent an, die bereinigte Umsatzrendite (Ebit) soll auf mehr als 17,5 Prozent steigen. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll um fünf bis acht Prozent zulegen.

DOLLARSCHWÄCHE BELASTET ZUM JAHRESAUFTAKT

Im ersten Quartal bremsten Währungseffekte den stark in den USA engagierte Konzern allerdings aus. Die Erlöse legten bereinigt zwar um 1,1 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro zu, nominal sanken sie aber um 4,5 Prozent. Wechselkurseffekte hätten den Umsatz um 8,6 Prozent oder 440 Millionen Euro gemindert. Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) schrumpfte in den ersten drei Monaten um 1,4 Prozent auf 842 Millionen Euro. Die Dollar-Schwäche gegenüber dem Euro sorgte hier für Belastungen von 6,2 Prozent.

“Im Klebstoffgeschäft erzielten wir ein sehr starkes organisches Wachstum”, so Van Bylen. Waschmittel und Kosmetika hätten das Vorjahresniveau aber nicht erreicht. “Das ist vor allem auf die Lieferschwierigkeiten in den nordamerikanischen Konsumgütergeschäften zurückzuführen.” Über die hatte Van Bylen bereits im vergangenen Monat berichtet.

Henkel war in den vergangenen Jahren auch durch Zukäufe in Nordamerika gewachsen, zudem hatten die Düsseldorfer dort ihre Traditionsmarke Persil eingeführt. 2017 hatte der Konzern in Nordamerika mit knapp 5,2 Milliarden Euro rund ein Viertel seines Umsatzes erzielt, gut drei Prozent betrug damals das organische Umsatzwachstum. Durch Umstellungen in den Transport- und Logistiksystemen in Nordamerika entstandene Probleme bremsen Henkel nun aber aus.

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