January 19, 2018 / 7:19 AM / 7 months ago

Umfrage - Keine Mehrheit mehr für Schwarz-Grün in Hessen

Berlin (Reuters) - Die schwarz-grüne Koalition in Hessen kann einer Umfrage zufolge derzeit nicht auf eine Fortsetzung ihrer Regierung nach der Landtagswahl am 28. Oktober setzen.

Volker Bouffier of the Christian Democratic Union (CDU) arrives for exploratory talks about forming a new coalition government at the SPD headquarters in Berlin, Germany, January 7, 2018. REUTERS/Hannibal Hanschke

In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung für den Hessischen Rundfunk kam die CDU von Ministerpräsident Volker Bouffier auf 31 Prozent und büßte damit einen Punkt gegenüber der Vorjahresumfrage ein. Der Koalitionspartner Grüne könnte demnach mit 13 Prozent rechnen, wenn am Sonntag schon der Landtag gewählt würde. Auch das ist ein Punkt weniger als in der Umfrage vom Januar 2017. Einen Punkt zulegen kann die SPD auf 25 Prozent. Um jeweils zwei Punkte verbessern sich AfD (zwölf Prozent) und FDP (acht Prozent). Die Linke liegt unverändert bei acht Prozent. Mit dem Einzug der AfD wären erstmals sechs Parteien im Wiesbadener Landtag vertreten.

Im Vergleich zur Wahl von 2013 würden CDU und SPD deutlich an Stimmen verlieren. Grüne, FDP, AfD und Linke könnten demnach zulegen. Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CDU 38,3 Prozent der Stimmen erhalten, die SPD 30,7 Prozent. Die Grünen kamen auf 11,1 Prozent, die Linke auf 5,2 Prozent. Die FDP schaffte mit 5,0 Prozent gerade den Sprung in den Landtag, den die AfD mit 4,1 Prozent noch verpasste.

Im direkten Vergleich der Spitzenpolitiker hat SPD-Landeschef und Oppositionsführer Thorsten Schäfer-Gümbel den Abstand zu Ministerpräsident Bouffier verringern können. Könnten die Hessen den Regierungschef direkt wählen, würden sich laut der Umfrage 45 Prozent für den Amtsinhaber entscheiden (minus drei Punkte) und 40 Prozent (plus fünf Punkte) für Schäfer-Gümbel. Im Vorjahr betrug der Abstand dem Sender zufolge noch 13 Prozentpunkte.

Für die Umfrage interviewte Infratest Dimap 1006 Wahlberechtigte vom 9. bis 16 Januar.

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