October 23, 2019 / 3:38 PM / 21 days ago

Hamburger Hafenkonzern will Container fliegen lassen

FILE PHOTO: Aerial view of containers at a loading terminal in the port of Hamburg, Germany August 1, 2018. REUTERS/Fabian Bimmer/File Photo

Berlin (Reuters) - Der Hamburger Hafenkonzern HHLA will mit massiven Investitionen in neue Technologien den Sprung in die digitale Zukunft schaffen.

Alles hänge davon ab, ob es gelinge, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen, sagte Vorstandschefin Angela Titzrath am Mittwoch auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. Das Unternehmen sieht sich gut gerüstet - mit einer Milliardeninvestition in die Automatisierung der Abläufe an Containerterminals und weiteren zu modernisierenden Bereichen.

Schon heute nutzt HHLA Drohnen zur Kontrolle von Anlagen und Inspektion von Containerbrücken. “Bei uns lernen Boxen fliegen”, sagt Titzrath zudem voraus. “Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Container mit einer Drohne von einem zum anderen Terminal geflogen werden.” Sie glaube an die Zukunft des Hamburger Hafens, auch wenn die Mengen in den letzten Jahren stagnierten. Durch Digitalisierung werde auch das Unvorstellbare möglich: “Der Container bekommt Konkurrenz.” Es gebe erste Ansätze, Lieferketten per Blockchain zu beschleunigen. Auch autonomes Fahren und 3-D-Druck stünden vor dem industriellen Durchbruch. “In einigen Jahren werden Waren vielleicht auf automatisch gesteuerten Schiffen über die Meere transportiert oder als Daten per Glasfaserkabel direkt zum Zielort übermittelt, wo sie dann ausgedruckt werden.”

Mit einem amerikanischen Unternehmen hat HHLA ein Joint-Venture zur Erprobung der Hyperloop-Technologie gegründet. Dabei solle geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen Seecontainer in Hochgeschwindigkeit durch Röhren transportiert werden könnten. Mit solchen Zukunftskonzepten werde es auch gelingen, den Hafen weiter im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. “Ich bin zutiefst überzeugt, dass Hamburg und sein Hafen nicht das Schicksal solcher Stadthäfen wie London oder Brügge erleiden werden”, sagte Titzrath. “Dort werden die Hafenflächen heute nur noch mit Immobilien bebaut.”

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