October 29, 2018 / 9:11 AM / in 20 days

Hochtief & Co besiegeln Kauf des Mautautobahnen-Konzerns Abertis

(L-R) Giovanni Castellucci, Atlantia Chief Executive Officer, Florentino Perez, chairman of Spanish builder ACS, and Marcelino Fernandez, chairman of ACS's German arm Hochtief, pose before a news conference in Madrid, Spain, March 15, 2018. REUTERS/Juan Medina

Düsseldorf/Mailand (Reuters) - Die Übernahme des spanischen Mautstraßen-Betreibers Abertis durch ein Konsortium aus der italienischen Atlantia und dem deutschen Bauriesen Hochtief ist in trockenen Tüchern.

Eine neue Holding-Gesellschaft, an der Atlantia mit 50 Prozent plus einer Aktie, die Hochtief-Mutter ACS mit 30 Prozent und der Essener Konzern mit 20 Prozent minus einer Aktie beteiligt sind, habe 98,7 Prozent der Abertis-Aktien übernommen, teilte Atlantia am Montag mit. Hochtief, ACS und Atlantia hatten sich auf dieses Vorgehen verständigt, um eine teure Bieter-Schlacht um Abertis zu vermeiden. Atlantia hatte ursprünglich allein für das spanische Unternehmen geboten, das auch Hochtief und ACS ins Visier genommen hatten. Nun haben die Unternehmen ein Bündnis geschmiedet.

Dazu ist die italienische Atlantia auch bei Hochtief eingestiegen. Die Italiener übernahmen nach eigenen Angaben 23,9 Prozent der Hochtief-Aktien von ACS, die zum Teil auch aus einer Kapital-Erhöhung bei den Essenern stammen. Dafür habe Atlantia 143,04 Euro je Hochtief-Anteilsschein gezahlt und insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro aufgebracht.

Die neue Gruppe habe eine weltweit führende Position im Bau-, Infrastruktur- und Konzessionsgeschäft inne, hatte ACS-Chef Florentino Perez gesagt, der auch Präsident des Fussball-Clubs Real Madrid ist. Sie kann damit nach Aufträgen zum Bau von Autobahnen, Brücken oder Bahnstrecken greifen und diese später auch betreiben. Die 2003 gegründete Abertis verwaltet mehr als 8600 Kilometer Mautstraßen weltweit. Allein in Spanien sind es knapp 1600 Kilometer, mehr als 60 Prozent der dortigen Mautstraßen.

Die von der Benetton-Familie kontrollierte Atlantia war jüngst unter Druck der italienischen Regierung geraten, nachdem ein von der Tochter Autostrade betriebene Brücke in der italienischen Hafenstadt Genua eingestürzt war. Bei dem Unglück waren 43 Menschen ums Leben gekommen.

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