February 25, 2019 / 9:33 AM / in 7 months

Ifo - Trump kann deutsche Firmen noch nicht schrecken

U.S. President Donald Trump speaks during a meeting with Austria's Chancellor Sebastian Kurz in the Oval Office at the White House in Washington, U.S., February 20, 2019. REUTERS/Kevin Lamarque

- von Alexander Hübner

München (Reuters) - Die deutschen Unternehmen zeigen sich nach Ansicht des Münchner Ifo-Instituts von den Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen bislang wenig beeindruckt.

“Die Unternehmen verfallen noch nicht in Panik”, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Auch in der Autoindustrie hätten sich die Exporterwartungen in der jüngsten Ifo-Umfrage bisher nicht eingetrübt. “Da wartet man noch ab. Trump sagt ja immer sehr, sehr viel.” Wenn die USA aber tatsächlich Strafzölle auf Auto-Importe auf Europa einführten, “dann rechne ich mit einem Absturz der Exporterwartungen”, sagte Wohlrabe.

Der Ifo-Konjunkturindex ist im Februar stärker als erwartet zurückgegangen. “Der Pessimismus schleicht sich in die deutsche Wirtschaft”, sagte Wohlrabe. Nach den Erwartungen trübe sich nun auch die Einschätzung der aktuellen Lage ein. In der Umfrage der Konjunkturforschungsinstituts zeige sich, dass die Schwächephase der Wirtschaft in Deutschland anhalten werde. Ein Grund für die wachsende Verunsicherung der Unternehmen seien die ungelösten Fragen rund um den Austritt Großbritanniens aus der EU. “Der harte Brexit ist bei weitem nicht vom Tisch.”

Auffallend sei, dass die Konjunktur-Einschätzungen in den unterschiedlichen Branchen seit Mitte vergangenen Jahres immer weiter auseinanderklafften. “Die Branchenentwicklung ist sehr heterogen”, sagte Experte Wohlrabe. Während es etwa in der Elektronikbranche weiter aufwärtsgehe, gehe es im Maschinenbau abwärts, in der Chemie sogar besonders stark. Insgesamt geht das Ifo-Institut für die ersten drei Monate des Jahres nur noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent aus - im Dezember waren es noch 0,4 Prozent. “Ökonomisch ist das nicht viel. Hochgerechnet auf das ganze Jahr wäre das ein Wachstum von gerade 0,8 Prozent.”

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