January 4, 2019 / 12:35 PM / 3 months ago

Deutsche Gewerbeimmobilien so gefragt wie noch nie

A general view shows the construction site of The Cube office building, being built by Austrian real estate company CA near the main railway station Hauptbahnhof in Berlin, Germany, December 17, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Frankfurt (Reuters) - In Deutschland hat der Verkauf von Büros, Läden, Hotels und Lager-Immobilien 2018 so viel eingebracht wie nie zuvor.

“Nach drei sehr guten Jahren mit jeweils deutlich über 50 Milliarden Euro Transaktionsvolumen wurde 2018 erstmals die 60-Milliarden-Euro-Schwelle durchbrochen und ein neues Allzeithoch aufgestellt”, sagte Piotr Bienkowski, Deutschland-Chef des Immobilienberaters BNP Paribas Real Estate, am Freitag. “Das außergewöhnliche Vorjahresergebnis wurde damit noch einmal um knapp sechs Prozent übertroffen.” Auch die Immobilienberater CBRE, Colliers und JLL sprachen von einem Rekordjahr mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 60 Milliarden Euro und zeigten sich für das neue Jahr zuversichtlich.

Wegen der niedrigen Zinsen, einer guten Konjunktur und steigender Mieten dürfte die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien nach Einschätzung der Experten hoch bleiben. Colliers-Deutschland-Chef Matthias Leube erwartet für 2019 ein Transaktionsvolumen von 58 Milliarden Euro. Nach Ansicht seines JLL-Kollegen Timo Tschammler sind bis zu 55 Milliarden Euro erreichbar. Bienkowski hält 55 bis 60 Milliarden Euro für realistisch.

Besonders gefragt blieben im vergangenen Jahr Büroimmobilien, wovon vor allem Frankfurt profitierte. Dort wechselten Objekte im Gesamtvolumen von mehr als 9,5 Milliarden Euro den Besitzer. So verkaufte etwa der Projektentwickler Tishman Speyer den Omniturm für rund 700 Millionen Euro an den Immobilienfonds Hausinvest der Commerz Real, das Bürohochhaus Trianon ging für 670 Millionen Euro an das südkoreanische Finanzkonsortium IGIS/Hana Financial Investment.

Einzelhandelsimmobilien liegen in der Beliebtheitsskala weiterhin auf Platz zwei, gefolgt von Logistikimmobilien, die insbesondere vom stark wachsenden Online-Handel profitieren. Die hohe Nachfrage treibt die Preise in die Höhe, die seit Jahren anhaltende Talfahrt bei den Renditen setzt sich fort.

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