May 19, 2020 / 6:37 AM / 9 days ago

Auftragsbestand der Industrie sinkt - Noch keine Stornierungswelle

Steel rolls are pictured at the plant of German steel company Salzgitter AG in Salzgitter, Germany March 2, 2020. REUTERS/Fabian Bimmer

Berlin (Reuters) - Die deutschen Industriebetriebe haben zu Beginn der Corona-Pandemie noch keine Stornierungswelle erlitten.

Der Auftragsbestand sank im März um 0,9 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dabei schmolz der Bestand aus dem Inland um 1,3 Prozent, der aus dem Ausland um 0,6 Prozent. “Die Corona-Pandemie hatte im März 2020 damit noch keine deutlichen Effekte auf den Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland”, lautet das Fazit des Statistikamtes. “Insbesondere zeigen die Daten an, dass die Industriebetriebe insgesamt keine außergewöhnlich umfangreichen Auftragsstornierungen registriert haben.”

Die Reichweite des Auftragsbestandes lag unverändert bei 5,8 Monaten. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Experten rechnen allerdings damit, dass die weltweite Rezession zu einem Kollaps der Bestellungen und zu massiven Stornierungen führen wird. Bereits im März sammelte die deutsche Industrie 15,6 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat - einen so starken Einbruch hat es bislang noch nicht gegeben.

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