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Wirtschaftsnachrichten

Auftragsbestand der Industrie steigt - Binnennachfrage zieht an

Steel rolls are pictured at the plant of German steel company Salzgitter AG in Salzgitter, Germany March 2, 2020. REUTERS/Fabian Bimmer

Berlin (Reuters) - Die befürchtete Stornierungswelle als Folge der Corona-Rezession ist der deutsche Industrie bislang erspart geblieben.

Ihre Auftragsbestand zog im Juni sogar saison- und kalenderbereinigt um 1,4 Prozent zum Vormonat an, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dabei nahm der Bestand aus dem Inland um 5,2 Prozent zu, während der aus dem Ausland um 0,3 Prozent abnahm. Im Vergleich zum Februar 2020 - dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland - ist der Auftragsbestand aktuell allerdings noch um 1,3 Prozent niedriger.

Die Reichweite des Auftragsbestandes erhöhte sich im Juni leicht auf 6,1 Monate, nachdem es im Mai noch 6,0 Monate waren. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Die Auftragsbücher der Industrie hatten sich zuletzt nach den Corona-bedingten Einbrüchen in Rekordgeschwindigkeit gefüllt. Die Bestellungen wuchsen im Juni vor allem wegen der besseren Binnennachfrage um 27,9 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium kürzlich mitteilte.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist wegen der Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie im zweiten Quartal in Rekordtempo eingebrochen: Es fiel um 10,1 Prozent niedriger aus als im Vorquartal. Für das laufende Sommerquartal rechnen die meisten Experten aber mit einer deutlichen Belebung - auch wegen der Belebung in der Industrie.

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