March 1, 2018 / 10:26 AM / 9 months ago

Umfrage - Lieferengpässe dämpfen deutschen Industrie-Aufschwung

An employee of German car manufacturer Porsche is pictured through an alloy wheel at the Porsche factory in Stuttgart-Zuffenhausen, Germany, January 26, 2018. REUTERS/Ralph Orlowski

Berlin (Reuters) - Lieferengpässe, steigende Preise und der stärkere Euro bremsen die deutsche Industrie aus.

Ihr Einkaufsmanagerindex sank im Februar um 0,5 auf 60,6 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner Umfrage unter rund 400 Firmen mitteilte. Das Barometer hielt sich aber klar über der Marke von 50 Zählern, aber der es Wachstum signalisiert. “Das enorme Wachstum in der deutschen Industrie scheint an seine Grenzen zu stoßen”, sagte Markit-Experte Phil Smith. “So stellen die Lieferketten mittlerweile ein derart ernstes Problem dar, dass die Befragten die Situation so dramatisch einschätzen wie nie zuvor in der 22-jährigen Umfragegeschichte.”

Die anhaltend hohe Nachfrage sorge für Kapazitätsprobleme und Engpässe auf Lieferantenseite, was wiederum die Preise nach oben schießen lasse. Hersteller von Investitionsgütern in der metallverarbeitenden Industrie seien davon am stärksten betroffen. Zudem stiegen die Exportaufträge so langsam wie seit sieben Monaten nicht mehr. “Das deutet darauf hin, dass die steigenden Verkaufspreise, aber auch die Aufwertung des Euro so langsam auf die Auslandsbestellungen schlägt”, sagte Smith. Letzteres verteuert deutsche Waren in wichtigen Abnehmerländern wie den USA. Es erhärte sich der Verdacht, “dass wir den Höhepunkt des Aufschwungs in der Industrie bereits hinter uns haben könnten”, sagte Smith.

In der Euro-Zone insgesamt fiel der Einkaufsmanagerindex um 1,0 auf 58,6 Punkte, behauptete sich aber ebenfalls klar über der 50-Punkte-Marke. “Erfreulich ist, dass der Aufschwung nach wie vor auf breiter Basis stattfindet und alle von der Umfrage erfassten Länder robustes Wachstum vermeldeten”, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Mit Griechenlands Industriesektor etwa gehe es so kräftig aufwärts wie zuletzt vor 18 Jahren.

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