June 8, 2018 / 12:46 PM / 2 months ago

Infineon will ab 2019 schneller wachsen

München (Reuters) - Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in immer mehr Lebensbereichen soll dem Halbleiterhersteller Infineon in Zukunft größeren Schub verleihen.

The logo of semiconductor manufacturer Infineon is seen at its Austrian headquarters in Villach, Austria, June 3, 2018. REUTERS/Lisi Niesner

“Breitgefächerte strukturelle Trends werden unser Wachstum in den nächsten Jahren treiben: Elektromobilität, erneuerbare Energien, Fertigungsautomatisierung, Rechenzentren sowie eine stetig steigende Zahl batteriebetriebener, vernetzter Endgeräte”, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss am Freitag und kündigte höhere Ziele für Umsatz und Rendite wie auch mehr Investitionen an. Chips für Autos, Industrie- oder Sicherheitsanwendungen sind demnach immer stärker gefragt. “Die sich dadurch bietenden Chancen wollen wir nutzen.” Infineon stehe dank führender Technologie und Fertigungstechnik gut da.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Konzern aus Neubiberg bei München jetzt ein Umsatzwachstum “von mindestens zehn Prozent”. Für die Jahre danach sei von einem durchschnittlichen Plus von neun Prozent auszugehen; bisher waren hier acht Prozent über den Zyklus anvisiert. Im laufenden Geschäftsjahr, das am 1. Oktober begonnen hat, will Infineon den Umsatz zwischen vier und sieben Prozent steigern. Der Dollarkurs und steigende Materialpreise sorgten zuletzt für Gegenwind. Die Segmentergebnis-Marge soll im Geschäftsjahr 2018 bei 17 Prozent liegen und sukzessive erhöht werden. Welcher Wert hier wann angepeilt wird, ließ Infineon offen.

Der Chiphersteller teilte weiter mit, die Investitionsquote von bisher 13 Prozent auf 15 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus soll in den kommenden Jahren ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag in die Hand genommen werden, “um mögliche zusätzliche Umsatzchancen nutzen und strukturellen Veränderungen folgen zu können”. Details nannte der Konzern nicht. Zusätzlich plant Infineon, in den nächsten fünf Jahre insgesamt rund 700 Millionen Euro in Reinräume für die Chipproduktion und größere Büros zu stecken. Dazu gehören etwa der neue 300-Millimeter-Reinraum und ein Forschungs- und Entwicklungsgebäude im österreichischen Villach. Infineon hatte im Mai angekündigt, dort für insgesamt 1,6 Milliarden Euro eine neue Chipfabrik zu bauen. Ab 2021 sollen in Villach Leistungshalbleiter produziert werden, die in Elektroautos, Rechenzentren oder vernetzten, batteriebetriebenen Geräten zum Einsatz kommen.

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