May 14, 2019 / 9:13 AM / 2 months ago

Britische Problemtochter drückt Innogy-Gewinn

Innogy logo in Essen, Germany, March 14, 2017. Reuters/Thilo Schmuelgen

Düsseldorf (Reuters) - Probleme im britischen Strom- und Gasvertrieb haben dem Energiekonzern Innogy einmal mehr die Bilanz verhagelt.

Insgesamt sei der operative Gewinn im ersten Quartal um fast ein Viertel auf 964 Millionen Euro gefallen. In Großbritannien stand bei der Tochter Npower ein Verlust von 45 Millionen Euro in den Büchern. In Deutschland lief es hingegen besser für den Versorger, dessen Vertriebs- und Netzgeschäft noch in diesem Jahr der Konkurrent E.ON übernehmen will. Dieser kämpft selbst auf dem britischen Markt mit Problemen und hat wie Innogy angekündigt, für Npower alle Optionen zu prüfen.

Es habe Anfragen für Npower gegeben, konkrete Verkaufsgespräche liefen aber nicht, sagte Innogy-Finanzchef Bernhard Günther in einer Telefonkonferenz. In Großbritannien habe der Konzern im Auftaktquartal 103.000 Kunden verloren. Es rechne damit, dass die Tochter auch im Gesamtjahr Verluste schreiben werde. Man wolle Kunden auch nicht um jeden Preis zurückgewinnen. Das Geschäft müsse profitabel werden.

Innogy machen in Großbritannien nach eigenen Angaben vor allem die von der Regierung eingeführten Preisobergrenzen für Standardtarife zu schaffen. Außerdem kämpfen dort die großen Versorger, darunter auch E.ON, mit einem scharfen Wettbewerb, in dem ihnen neue Anbieter Kunden abjagen. E.ON hatte im ersten Quartal in Großbritannien mehr als 200.000 Strom- und Gaskunden verloren. Innogy hat nach Abrechnungsschwierigkeiten die Führung von Npower ausgetauscht - ohne durchschlagenden Erfolg.

In Deutschland, wo der Konzern unter anderem mit der Tochter Eprimo auf Kundenfang geht, lief es besser. Hierzulande habe der Versorger rund 130.000 Kunden hinzugewonnen. Die Ökostromsparte konnte dank besserer Wetterbedingungen und neu ans Netz gegangener Windkraftanlagen ihr Ergebnis um 29 Prozent auf 200 Millionen verbessern. Das Netzgeschäft schnitt allerdings unter anderem wegen des Verkaufs der tschechischen Vereilnetz-Tochter schlechter als zuvor ab. Innogy bekräftigte die Prognose, wonach im Gesamtjahr ein Ergebnis von etwa 2,3 Milliarden Euro in den Büchern stehen soll - dies wäre ein Rückgang um gut 300 Millionen Euro gegenüber 2018.

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