October 17, 2013 / 9:20 AM / 7 years ago

Institute - Dauerhaft niedrige Zinsen gefährden Finanzstabilität

Berlin (Reuters) - Führende Wirtschaftsforscher befürchten negative Folgen für Deutschland und andere stabile Euro-Länder bei einem dauerhaft niedrigen Leitzins der Europäische Zentralbank (EZB).

Dies berge “erhebliche Risiken für die Finanzsystemstabilität”, warnen sie in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Herbstgutachten für die Bundesregierung. “Finanzinstitute haben dadurch zusätzliche Anreize, sich kurzfristig günstig bei der Zentralbank zu finanzieren und langfristig in riskante Projekte zu investieren”.

Wegen der Dauerkrise in der Währungsunion hatte die EZB ihren Leitzins im Mai auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gedrückt, um mit billigem Geld die Wirtschaft anzuschieben. Von einer weiteren Zinssenkung dürften für die Krisenländer “keine wesentlichen die Konjunktur stabilisierenden Impulse ausgehen, weil die Probleme in den dortigen Bankensektoren bisher nicht behoben worden sind”, erklärten die Ökonomen.

Den Schlüssel für eine wirtschaftliche Erholung sehen die Institute in einer Bereinigung des Bankensektors in den Krisenländern. Die Kosten dafür sollten zunächst die Eigentümer und Kapitalgeber der Banken tragen. Im Ausnahmefall könnten aber auch die Guthaben der Sparer jenseits der Grenzen der Einlagensicherung herangezogen werden. “Dann noch verbleibende Altlasten wären zunächst von den Nationalstaaten zu tragen”, fordern die Institute. “Eine begrenzte europäische Lastenteilung kann lediglich die ultima ratio sein.”

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