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Unternehmensnachrichten

Immobilienfirma Instone zapft Aktionäre an - Geld für mehr Wachstum

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic - RC14BE3E7B60

Frankfurt (Reuters) - Der Immobilienentwickler Instone will mit einer Kapitalerhöhung netto rund 175 Millionen Euro einsammeln und sein Wachstum beschleunigen.

Mit dem Geld will das Essener Unternehmen Baugrundstücke für Wohnimmobilien kaufen und den Umsatz mittelfristig auf 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro mehr als verdreifachen, wie Instone am Donnerstag mitteilte. Das sind gut 600 Millionen Euro mehr als bislang in Aussicht gestellt. Zehn Millionen neue Aktien werden zu einem Bezugspreis von 18,20 Euro angeboten. Fünfzehn bestehende Aktien berechtigen zum Bezug von vier neuen Aktien, die Bezugsfrist soll vom 1. bis zum 14. September laufen. Nach Abzug der Kosten erwartet Instone Einnahmen von rund 175 Millionen Euro.

Wegen der Corona-Krise habe der Wettbewerb um Grundstücke abgenommen, Konkurrenten müssten ihre Projekte auf Eis legen oder veräußern. Die Verhandlungsposition von Instone verbessere sich kontinuierlich, warb die Firma für ihre Pläne. Bei den Anlegern konnte Instone zunächst nicht punkten: Die Aktie verlor wegen der Kapitalerhöhung und eines Gewinnrückgangs im zweiten Quartal 2,6 Prozent und war größter Verlierer im Kleinwerteindex SDax.

Die Corona-Krise hinterließ auch bei Instone tiefe Spuren. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel im zweiten Quartal um 37 Prozent auf 10,2 Millionen Euro. Unter dem Strich brach er wegen höherer Finanzierungskosten und Steuern sogar um 71 Prozent auf fünf Millionen Euro ein. Der Verkauf fertig gestellter Wohnungen und der Beginn neuer Bauprojekte wurden durch den Lockdown gebremst, der Umsatz fiel um gut elf Prozent auf 79,9 Millionen.

“Wir beobachten nach einem temporären Rückgang eine deutliche Erholung der Nachfrage bei all unseren Kunden, inklusive Eigennutzer, privater und institutioneller Investoren”, sagte Vorstandschef Kruno Crepulja. Daher traut er sich inzwischen wieder eine Prognose für 2020 zu. Der bereinigte Umsatz soll zwischen 470 bis 500 Millionen Euro liegen, das bereinigte Ergebnis nach Steuern bei 30 bis 35 Millionen.

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