August 30, 2010 / 9:25 AM / in 8 years

Deutsche Exporte in den Iran steigen trotz Sanktionen kräftig

Berlin (Reuters) - Trotz der Sanktionen gegen den Iran wegen des Atomstreits sind die deutsche Exporte in das Land im ersten Halbjahr 2010 kräftig gestiegen.

Deutsche Unternehmen verkauften Waren im Wert von rund 1,85 Milliarden Euro in die Islamische Republik - 14 Prozent mehr als in der ersten Hälfte 2009. Das geht aus bislang unveröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes vor, die Reuters am Montag vorlagen. Demnach stiegen die Importe aus dem Iran sogar um rund 88 Prozent auf 280 Millionen Euro. Im Rezessionsjahr 2009 waren die Ausfuhren um 5,3 Prozent und die Einfuhren um 9,3 Prozent gesunken, was allerdings deutlich geringere Rückgänge waren als der Durchschnitt.

Auch auf Druck von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten die 27 EU-Staaten im Juli zusätzliche Strafmaßnahmen gegen den Iran beschlossen, die deutlich über die von den Vereinten Nationen (UN) verhängten Sanktionen hinausgehen. Das Land steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines friedlichen Energieprogramms heimlich nach Atomwaffen zu streben.

Der Iran kaufte vor allem Maschinen, chemische Produkte und Metalle in Deutschland ein. Die Ausfuhren von Maschinen stiegen von Januar bis Juni von 480 auf 635 Millionen Euro, während die Chemieexporte von 149 auf 235 Millionen Euro zulegten. Bei Metallen blieb der Exportumsatz mit 168 Millionen Euro nahezu unverändert. Bei den Importen dominieren Erdöl und Erdgas: Deutschland bezahlte dafür rund 118 Millionen Euro, während es ein Jahr zuvor nicht einmal acht Millionen Euro waren.

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