February 4, 2019 / 1:03 PM / 15 days ago

Japan und Deutschland rücken zusammen - Auch mit Geheimschutzabkommen

German Chancellor Angela Merkel and Japan's Prime Minister Shinzo Abe shake hands after a joint news conference in Tokyo, Japan, February 4, 2019. REUTERS/Kim Kyung-hoon

Tokio (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen sich gemeinsam gegen weltweiten Protektionismus einsetzen.

Beide betonten am Montag nach einem Treffen in Tokio die Bedeutung des Freihandelsabkommens EU/Japan, das am 1. Februar in Kraft getreten war. Damit sei der größte Freihandelsraum der Welt entstanden, sagte Abe. “Auf Japan und Deutschland kommt eine immer größere Verantwortung für die internationale Staatengemeinschaft zu.” Die Beziehungen zu Deutschland seien auf eine “höhere Ebene” gehoben worden.

Auch Merkel bezeichnete das Freihandelsabkommen als “wichtige Mitteilung an die Welt”. Die EU und Japan zeigten, dass man auch in einer schwierigen Lage sehr gute “Win-Win-Situationen” erreichen könne. Den Handelsstreit USA/China erwähnte sie dabei nicht. Merkel lud Abe ein, am nächsten Treffen von EU-Staaten mit den Ländern des westlichen Balkans teilzunehmen.

Beide lobten zudem die weitgehende Einigung der Regierungen auf ein Geheimschutzabkommen, das die Zusammenarbeit beider Staaten in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik erleichtern soll. Beide Länder seien der Meinung, dass man mit China eng zusammenarbeiten müsse, sagte Merkel. Dabei müssten gegenüber Peking aber auch problematische Punkte angesprochen werden. Deutsche und japanische Firmen seien in einigen Feldern sicher auch Konkurrenten. Dennoch befürworte sie eine sehr enge Zusammenarbeit in Bereichen wie etwa dem autonomen Fahren und neuer Antriebstechniken. Dort stehen beide Staaten unter Druck der Konkurrenz aus China und den USA.

Beide Regierungen prüfen derzeit, ob sie chinesische Anbieter bei dem Aufbau der modernen Funknetz-Infrastruktur mit 5G-Standard zulassen sollen. Abe betonte auf eine Frage nach dem chinesischen Netzwerkausstatter Huawei, Japan wolle kein einzelnes Unternehmen ausschließen. Details nannte er nicht. Auch Deutschland hat seine Überlegungen über einen möglichen Ausschluss chinesischer Firmen noch nicht abgeschlossen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below