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Joyou macht Abstriche an Börsengang - "Noch keine Welle"
March 23, 2010 / 4:50 PM / in 8 years

Joyou macht Abstriche an Börsengang - "Noch keine Welle"

Frankfurt (Reuters) - Auch nach dem Börsengang von Kabel Deutschland haben Börsenkandidaten kein leichtes Spiel bei Investoren.

So musste der chinesische Küchen- und Bad-Armaturenhersteller Joyou Abstriche an seinem geplanten IPO in Deutschland machen. Statt bis zu 190 Millionen Euro erwartet das Unternehmen nun, maximal noch 137 Millionen Euro einzunehmen. “Wir werden nicht die große Welle sehen, die wir noch vor sechs Monaten erwartet haben”, sagte der Investmentbanking-Chef der schweizerischen UBS in Deutschland, Stefan Winter, am Dienstag in Frankfurt. Nach den vier noch vor Ostern geplanten seien vor dem Sommer in Deutschland nur einige kleinere Börsengänge zu erwarten.

Joyou bietet bis zu 8,05 Millionen Aktien in einer Spanne von 12,50 bis 17,00 Euro an. Damit hätte der Börsengang ein Volumen zwischen 101 und 137 Millionen Euro. Die Aktien können noch bis Freitag gezeichnet werden, die Erstnotiz ist für den kommenden Dienstag (30. März) geplant. Im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz lagen Joyou am Dienstag zwischen 13 und 15 Euro, bei Schnigge zwischen 15 und 17 Euro.

Vor Joyou wollen noch das Hamburger Modeunternehmen Tom Tailor und der Chemikalienhändler Brenntag den Sprung aufs Börsenparkett schaffen. Brenntag-Aktien lagen im Graumarkt mit rund 52 Euro knapp oberhalb der Mitte der Preisspanne, die von 46 bis 56 Euro reicht. Tom Tailor wurden auf 12,50 bis 13,50 Euro taxiert, gezeichnet werden können sie zwischen elf und 15 Euro.

Kabel Deutschland (KDG) war am Montag der größte Börsengang in Deutschland seit mehr als zwei Jahren geglückt. Allerdings wurden die KDG-Aktien mit 22 Euro nahe dem unteren Ende der Zeichnungsspanne zugeteilt, am Dienstag lagen sie bei 22,34 Euro.

In Madrid will noch im ersten Halbjahr Amadeus an die Börse zurückkehren. Der Flugbuchungssystem-Anbieter, an dem auch die Lufthansa beteiligt ist, gehört mehrheitlich den Finanzinvestoren Cinven und BC Partners. Sie hatten Amadeus nach der Übernahme von der Börse genommen. Das IPO des Konkurrenten Travelport war im Februar geplatzt.

Joyou will mit dem Börsengang seine Expansion finanzieren. Für 35 Millionen Euro soll ein Armaturenhersteller gekauft, für 30 Millionen die eigene Produktion erweitert werden. Joyou selbst kann mit Einnahmen von 87,5 Millionen bis 119 Millionen Euro aus einer Kapitalerhöhung rechnen. Das Unternehmen kooperiert mit dem Armaturenhersteller Grohe. Dessen Eigentümer, der US-Finanzinvestor TPG, hält auch zehn Prozent an Joyou.

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