July 17, 2020 / 10:54 AM / 17 days ago

Weitere Karstadt- und Kaufhof-Filialen bleiben geöffnet

A general view shows a shop of the German department store chain Galeria Karstadt Kaufhof, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Berlin, Germany, April 17, 2020. REUTERS/Christian Mang

München (Reuters) - Beim insolventen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof bleiben weitere fünf Filialen erhalten.

“Buchstäblich in letzter Sekunde” sei es gelungen, die Schließung der Häuser in Nürnberg-Langwasser, in Singen, in Leonberg, im Hamburger Alstertal-Einkaufszentrum, in Bielefeld und im Berliner Ringcenter zu verhindern, schrieb Galeria-Chef Miguel Müllenbach am Freitag in einem Brief an die Mitarbeiter, der Reuters vorliegt. Insgesamt sind damit elf der 62 Karstadt- und Kaufhof-Warenhäuser gerettet, deren Schließung der Konzern Mitte Juni angekündigt hatte. Sechs weitere Filialen würden nicht sofort, sondern erst nach dem Weihnachts- und Umtauschgeschäft Ende Januar 2021 geschlossen: Bremerhaven, Gütersloh, Lübeck, Dessau, Hamburg-Bergedorf und die im Frankfurter Hessencenter.

Sachwalter Frank Kebekus hatte angekündigt, in Gesprächen mit den Vermietern um die Filialen zu kämpfen. “Ich hoffe, dass wir am Ende weniger als 50 Standorte schließen müssen”, hatte er dem “Spiegel” gesagt. Bisher gibt es 172 Karstadt- und Kaufhof-Filialen in Deutschland. Galeria Karstadt Kaufhof gehört ebenso wie zahlreiche der Warenhaus-Immobilien dem österreichischen Investor Rene Benko.

Aufgrund der Einnahmeausfälle in der Corona-Krise hatte sich der Konzern im März in die Insolvenz geflüchtet. Müllenbach, der vorher für die Finanzen zuständig war, leitet den Konzern seit Juni. In dem Mitarbeiter-Brief kündigte er nun die Trennung von Digital-Chef Marco Werner an, der 2018 zu Karstadt gestoßen war. “Im Zuge der Zusammenführung von Karstadt und Galeria Kaufhof haben wir im Online-Geschäft Problemfelder entdeckt, die für unsere Kunden unbefriedigend waren”, schrieb Müllenbach an die Belegschaft. Technische Probleme und verzögerte Lieferungen verziehen die Kunden nicht. Er werde das Online-Geschäft und die Vernetzung mit den Filialen, ohne die kein Einzelhändler überlebensfähig sei, zur Chefsache machen.

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