8. September 2017 / 07:45 / in 17 Tagen

Kaufhof-Eigner erteilt Verkaufsgerüchten eine Absage

The shopping mall "Galeria Kaufhof" in Frankfurt, Germany, March 15, 2017. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Düsseldorf/New York (Reuters) - Der kanadische Kaufhof-Eigentümer Hudson’s Bay hat Spekulationen über Verkaufsabsichten der Warenhauskette zurückgewiesen.

“Wir stehen hundertprozentig hinter Galeria Kaufhof”, sagte ein Sprecher des Konzerns in Deutschland am Freitag. Reuters hatte zuvor berichtet, dass der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa abermals ein Gebot für Galeria Kaufhof erwägt. Das Immobilienunternehmen arbeite bereits mit einer Investmentbank zusammen, um die Finanzierung für eine Offerte auf die Beine zustellen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Signa wollte sich dazu nicht äußern. Der Hudson’s Bay-Sprecher betonte: “HBC hat kein Interesse an Geschäften mit Signa.”

Der österreichische Investor Rene Benko hatte mit seinem Immobilienunternehmen Signa 2015 die Karstadt-Warenhäuser übernommen. Benko wollte danach auch den Konkurrenten Kaufhof kaufen und damit die Idee einer deutschen Warenhaus AG wieder aufleben lassen. Dieser Plan scheiterte jedoch - den Zuschlag für die damalige Metro-Tochter Kaufhof erhielt für 2,8 Milliarden Euro Hudson’s Bay.

HBC-INVESTOR BRACHTE POTENZIELLEN KÄUFER INS SPIEL

Noch habe Signa kein offizielles Angebot abgegeben, sagten die Insider Reuters. Es sei auch möglich, dass das Unternehmen auf eine Offerte verzichte. Am Mittwoch hatte der aktivistische Investor und HBC-Aktionär Land and Buildings erklärt, es gebe einen potenziellen Käufer für den Kaufhof. Um wen es sich handelt, ließ er offen.

HBC-Europa-Chef Wolfgang Link hatte am Montag anlässlich der Eröffnung neuer Läden in den Niederlanden die Bedeutung des Kaufhofs hervorgehoben. “Unser Hauptaugenmerk gilt natürlich dem Mutterschiff in Europa, das ist Kaufhof.” HBC-Boss Jerry Storch hatte hinzugefügt: “Köln ist unsere Hauptstadt für Europa. Von dort aus werden wir unser europäisches Geschäft in Deutschland, Belgien und nun auch in den Niederlanden weiterentwickeln”. Der Konzern will in den kommenden fünf bis sieben Jahren bis zu eine Milliarde Euro in Deutschland investieren. Geplant ist etwa die Modernisierung von 20 Häusern.

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