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Unternehmensnachrichten

Corona-Krise brockt Förderbank KfW fast 600 Mio Euro Verlust ein

The logo of KfW Bank is pictured at the bank's headquarters in Frankfurt, Germany, May 6, 2016. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Die staatliche Förderbank KfW hat wegen der Corona-Krise im ersten Quartal einen Verlust von 592 Millionen Euro geschrieben.

Die KfW habe vorausschauend ihre Bewertungen sehr umfassend korrigiert, erklärte Vorstandschef Günther Bräunig am Donnerstag. Trotz des Verlusts bleibe die Bank mit einer harten Kernkapitalquote von 24 Prozent gut aufgestellt.

Bereits im ersten Quartal hat die KfW ihr Fördervolumen auf 19,8 (Vorjahresquartal: 16,9) Milliarden Euro deutlich aufgestockt - dabei liefen die Corona-Hilfsprogramme erst Ende März an. Bis Mittwochabend seien Corona-Hilfen im Gesamtvolumen von 33,1 Milliarden Euro eingegangen, erklärte die Förderbank. Um die Kreditvergabe an den Mittelstand anzukurbeln, reagierte die Politik Mitte April mit einem weiteren Hilfsprogramm, bei dem der Staat bei Darlehen bis zu 800.000 Euro das komplette Risiko übernimmt. Bis Mittwochabend seien Anträge für diese sogenannten KfW-Schnellkredite im Gesamtvolumen von 794 Millionen Euro eingegangen. “Die hohe Nachfrage nach diesen Krediten zeigt, dass dies ein richtiger Schritt war”, sagte Bräunig.

Im ersten Quartal hat die KfW 27,7 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufgenommen, um ihr Fördergeschäft zu refinanzieren. Ob sie das für 2020 geplante Refinanzierungsvolumen von 75 Milliarden Euro wegen der Nachfrage nach den Corona-Hilfsprogrammen erhöhen muss, werde sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Neben der Refinanzierung an den Kapitalmärkten steht der KfW für diese Programme auch die Möglichkeit einer Refinanzierung über den Bund zur Verfügung.

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