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Inlandsnachrichten

Weniger Kohlemeiler drücken deutschen CO2-Ausstoß 2019

Steam rises from the cooling towers of the lignite power plant complex of German energy supplier and utility RWE in Neurath, north-west of Cologne, Germany, February 5, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay

Berlin (Reuters) - Das Aus für Kohlekraftwerke und mehr Wind- und Sonnenstrom hat den deutschen Treibhausgas-Ausstoß 2019 gedrückt.

Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang von 6,3 Prozent, wie es im Klimaschutzbericht der Bundesregierung heißt, der Reuters am Dienstag in Auszügen vorlag. Im Vergleich zu 1990 sind es 35,7 Prozent weniger. Das frühere Ziel für 2020 einer Reduktion um 40 Prozent gerät vor allem wegen der Corona-Krise so wieder in greifbare Nähe. Der Wirtschaftseinbruch in diesem Jahr führt zu weniger Ausstoß der Industrie und auch zu geringerem Stromverbrauch, so dass wiederum gerade fossile Kraftwerke weniger laufen. Dagegen bleibt der Verkehrssektor weiter problematisch: Er steigerte die Emissionen sogar gegenüber 2018 erneut leicht. Das Bundeskabinett will sich am Mittwoch mit dem Bericht befassen. Er muss jährlich vorgelegt werden. Die Zahlen decken sich im Kern mit Angaben des Umweltbundesamts, das diese schon im März berechnet hatte.

Schon wegen der vergleichsweise hohen Preise für CO2-Verschmutzungsrechte haben viele Versorger im vergangenen Jahr Kohlekraftwerke vom Netz genommen oder sie kürzer laufen lassen. Wind- und Sonnenenergie lieferte dagegen erneut deutlich mehr.

2019 sparte die Industrie aber trotz der noch robusten Konjunktur mehr Treibhausgas ein. Dort gab es unter anderem wegen effizientere Energie-Nutzung einen Rückgang von 3,7 Prozent.

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