February 7, 2018 / 12:47 PM / 3 months ago

Sachgrundlos befristete Jobs sollen auf 18 Monate verkürzt werden

Berlin (Reuters) - Union und SPD haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen einzuschränken.

Autumn leaves are seen in front of a sign leading to a job centre of Germany's Federal Labour Office in Holzkirchen, near Munich, Germany November 8, 2017. REUTERS/Michael Dalder

Deren Dauer solle gesetzlich auf 18 statt bisher 24 Monate begrenzt werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus Verhandlungskreisen. Bis zu dieser Gesamtdauer sei auch nur noch eine einmalige statt einer dreimaligen Verlängerung möglich. Abhängig von der Unternehmensgröße solle zudem nur noch eine bestimmte Anzahl von Befristungen gestattet sein. Arbeitgeber mit mehr als 75 Beschäftigten dürften nur noch maximal 2,5 Prozent der Belegschaft sachgrundlos befristen.

Endlose Kettenbefristungen sollen zudem verhindert werden. Dazu sei vorgesehen, dass eine Befristung nicht mehr möglich sei, wenn zuvor bereits für eine Gesamtdauer von bis zu fünf Jahren eine befristete oder unbefristete Anstellung beim selben Arbeitgeber bestanden habe.

Die Eindämmung befristeter Arbeitsverträge war eine der Bedingungen, unter denen ein SPD-Sonderparteitag am 21. Januar grünes Licht für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gegeben hatte. In den Sondierungen hatte die SPD-Spitze noch erfolglos eine Neuregelung gefordert.

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