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Wirtschaftsnachrichten

Koalition einigt sich auf längere Hilfen bei Kurzarbeit

Christian Social Union chairman and Bavarian governor Markus Soeder, Christian Democratic Union chairwoman Annegret Kramp-Karrenbauer, Social Democratic Party co-chairman Walter-Borjans and co-chairwoman Saskia Esken arrive for a news conference after a meeting with German Chancellor Angela Merkel at the Chancellery in Berlin, Germany, August 25, 2020. Markus Schreiber/Pool via REUTERS

Berlin (Reuters) - Von Kurzarbeit betroffene Arbeitnehmer und Unternehmen können auch über das Jahresende hinaus mit Milliardenhilfen rechnen.

Union und SPD verständigten sich am Dienstagabend nach über achtstündigen Verhandlungen im Kanzleramt darauf, die Zahlung von Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate auszuweiten statt derzeit in der Regel zwölf Monate. Dies soll bis Ende 2021 gelten, wie aus einem sechsseitigen Beschlusspapier hervorgeht.

Die betroffenen Firmen werden zusätzlich dadurch entlastet, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihnen bis zum 30. Juni 2021 in voller Höhe die Sozialbeiträge erstattet, die sie auch bei Kurzarbeit entrichten müssen. Verlängert wird bis Ende 2021 auch die bereits im April vereinbarte Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 80 Prozent des Verdienstausfalls bei längerer Dauer der Zwangspause.

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen damit Massenentlassungen als Folge der Coronakrise verhindern. Im Mai zählte die BA 6,7 Millionen Kurzarbeiter. Die Kosten erreichen eine zweistellige Milliardensumme. Allein bis Ende Juli gab die BA über elf Milliarden Euro aus für Kurzarbeitergeld und die Erstattung der Sozialbeiträge an die Unternehmen.

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