February 9, 2018 / 3:25 PM / 14 days ago

SPD-Kreise - Druck der Mitglieder wurde zu groß

Berlin (Reuters) - Der Verzicht von SPD-Chef Martin Schulz auf einen Kabinettsposten war nach Angaben aus SPD-Kreisen notwendig, um den Koalitionsvertrag zu retten.

Andernfalls sei eine Zustimmung der SPD-Mitglieder zu den Vereinbarungen mit CDU und CSU zur Fortsetzung der großen Koalition unsicher gewesen, hieß es am Freitag. Bis Anfang März soll die SPD-Basis über Annahme oder Ablehnung des Koalitionsvertrages entscheiden. Die innerparteiliche Debatte nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen sei unerwartet heftig gewesen, hieß es weiter. “Martin Schulz hat einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust erlitten”, sagte ein Mitglied der SPD-Führung der Nachrichtenagentur Reuters. Dies habe dem Parteichef schon auf dem Sonderparteitag klar sein müssen.

Allerdings sei man in der Parteispitze angesichts der aus Sicht der Parteiführung großen inhaltlichen Erfolge im Koalitionsvertrag und der “schwergewichtigen Ministerien” für die SPD davon ausgegangen, dass der Verzicht auf den Parteivorsitz und der damit verbundene Generationenwechsel zu Andrea Nahles ausreichten, um bei den Mitgliedern ausreichend Zustimmung für die Neuauflage der großen Koalition zu erhalten. “Darin hat man sich getäuscht”, sagte das Parteivorstandsmitglied. “Der Verzicht von Martin Schulz auch auf einen Kabinettsposten war notwendig.” Es gelte jetzt, sich auf die Inhalte zu konzentrieren.

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