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Suding (FDP) ruft zu weniger aggressivem Ton bei Sondierungen auf
27. Oktober 2017 / 06:01 / in einem Monat

Suding (FDP) ruft zu weniger aggressivem Ton bei Sondierungen auf

Berlin (Reuters) - Die FDP-Politikerin Katja Suding hat die Beteiligten an den Jamaika-Sondierungen zu einem weniger aggressiven Umgang miteinander aufgerufen.

The top candidate of the liberal Free Democratic Party (FDP) in yesterdays Hamburg state election Katja Suding attends a news conference at the FDP headquarters in Berlin, February 21, 2011. Chancellor Angela Merkel's conservatives tried on Monday to move on quickly from a landslide defeat in a state election in Hamburg but the size of the loss could reverberate in six more elections this year. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: POLITICS)

Es würde helfen, “wenn der eine oder andere verbal ein bisschen abrüstet und sich vielleicht weniger Gemeinheiten an den Kopf wirft und stärker versucht, an der Sache zu arbeiten”, sagte Suding am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Dass es einen inhaltlichen Dissens zwischen den Partnern in etlichen Fragen geben, sei bekannt. Suding würdigte ausdrücklich die Rolle von Bundeskanzlerin Angela Merkel. “Die Kanzlerin ist natürlich dabei und schaltet sich immer wieder ein”, sagte sie. Merkel übe dabei “einen guten und moderierenden Einfluss” auf die Sondierungsverhandlungen aus.

Suding gestand ein, dass die Gespräche bei den Themen Klima und Einwanderung ins Stocken geraten sind. Zu den Möglichkeiten für eine Einigung merkte sie aber an: “Ich halte das nach wie vor nicht für ausgeschlossen.” Beim Streitthema Kohleausstieg macht die FDP-Politikerin die Differenzen zur Position der Grünen klar. “Einen Kohleausstieg wird es natürlich nicht bis 2030 vollständig geben”, sagte sie. Es gehe hier um ein Ziel, das man sich für dieses Jahrhundert vorgenommen habe. Das sei noch in weiter Ferne. Aber den Einstieg wolle man jetzt schaffen. Ansonsten plädierten die Liberalen für mehr Markt und weniger planwirtschaftliche Elemente am Energiemarkt.

Die Sondierungen zu einer gemeinsamen Jamaika-Koalition waren am Vorabend nach rund elfstündiger Dauer vertagt worden. Die vier Parteien schafften in den umstrittenen Themen Klima- und Flüchtlingspolitik keine Einigung. Aus Verhandlungskreisen hieß es, in der besonders schwierigen Flüchtlingspolitik solle im kleinem Kreis der Parteichefs eine Lösung vorbereitet werden.

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