June 26, 2018 / 9:06 AM / 5 months ago

Wirtschaftsvertreter fordern Ende des Koalitionsstreits

German Chancellor Angela Merkel holds a final declaration of the Business 20 dialogue event with Eric Schweitzer President of DIHK, Dieter Kempf, Federation of German Industries (BDI), B20 Chairman Juergen Heraeus and Ingo Kramer from Confederation of German Employers (BDA) in Berlin, Germany, May 3, 2017. REUTERS/Fabrizio Bensch

Düsseldorf/Berlin (Reuters) - Führende Wirtschaftsvertreter fordern vor dem ersten Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD ein Ende des Streits über die Flüchtlingspolitik und EU-Reformen.

Die Koalitionäre sollten “das Ziehen roter Linien unterlassen und sich zusammenraufen”, sagte der Präsident des Industrieverbands BDI, Dieter Kempf, am Montagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf. Der Umgang der Koalitionäre untereinander müsse sich ändern. Es gebe genügend Zukunftsthemen für das Regierungsbündnis aus CDU, CSU und SPD, betonte Kempf.

Handwerks-Präsident Hans Peter Wollseifer, warnte in der “Süddeutschen Zeitung” vom Dienstag vor “nicht abschätzbaren, schwerwiegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen”, sollte die Regierung zerbrechen. In Deutschland dürfe “macht- und parteipolitisches Taktieren nicht Oberhand gewinnen”.

Ähnlich äußerte sich Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands des Groß- und Außenhandels. Die Wähler erwarteten angesichts der weltpolitischen Lage zurecht mehr Geschlossenheit und konstruktives Miteinander in und von der Politik. Eine Rezession in Deutschland infolge eines Koalitionsbruchs erwartet der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, nicht. Die deutsche Wirtschaft würde dadurch aber geschwächt und viele der Probleme Europas blieben erst einmal ungelöst, sagte Fratzscher der SZ.

Auch Kempf betonte die Bedeutung der EU-Reformen. Der französische Präsident Emmanuel Macron wäre ihm zufolge froh, wenn er in der Debatte über Reformen in Europa einen starken Partner Deutschland an seiner Seite wissen würde. Am Dienstagabend kommen die Spitzen der Koalition im Kanzleramt zusammen, um über die Streitthemen zu beraten.

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