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Wirtschaftsnachrichten

Forscher - Krise trotz geringem Rezessionsrisiko längst nicht vorbei

The sun sets behind the Equestrian statue of Frederick the Great at the boulevard Unter den Linden, the Quadriga on the Brandenburg Gate and the Victory Column in Berlin, Germany, October 4, 2020. REUTERS/Joachim Herrmann TPX IMAGES OF THE DAY

Berlin (Reuters) - Die Gefahr einer Rezession zum Jahresende ist einem Konjunkturbarometer zufolge gestiegen, bleibt aber noch gering.

Der von dem gewerkschaftsnahen Institut IMK entwickelte Indikator weist für Oktober bis Dezember ein Rezessionsrisiko von 12,6 Prozent aus. Im September waren es nur 2 Prozent. Der Indikator, der am Donnerstag veröffentlicht wird und Reuters vorab vorliegt, bündelt die aktuell verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage.

Der moderate Anstieg beruht laut IMK auf dem zuletzt leichten Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe und einer geringfügigen Eintrübung der Finanzmarktindikatoren. So stiegen etwa die Prämien für Kreditausfallversicherungen zeitweilig: “Eine erneute Rezession ist sehr unwahrscheinlich, aber die Erholung verläuft uneinheitlich, die Krise ist längst nicht vorbei”, so das Fazit des IMK-Experten Thomas Theobald. Die führenden Forschungsinstitute sehen dies in ihrem jüngst vorgelegten Herbstgutachten ähnlich: Das vor Ausbruch der Pandemie erreichte Niveau wird demnach wohl erst Ende 2021 erreicht. Und erst ein Jahr später dürfte die deutsche Wirtschaft dann wieder normal ausgelastet sein.

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