June 15, 2018 / 6:50 AM / 9 days ago

Bundesbank senkt Wachstumsprognose für 2018 deutlich

Frankfurt (Reuters) - Die Bundesbank schätzt die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft deutlich skeptischer ein.

German Bundesbank President Jens Weidmann speaks at an Austrian National Bank event in Vienna, Austria, March 26, 2018. REUTERS/Heinz-Peter Bader

Der Aufschwung hält nach den Vorhersagen der Notenbank-Volkswirte zwar an. Für dieses Jahr nahmen sie aber ihre Prognosen kräftig nach unten. “Die Unsicherheiten für den Ausblick sind erheblich höher einzustufen als zuvor”, erklärte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Freitag. Die Gefahren für die Exportwirtschaft überwögen mittlerweile die Auswirkungen einer voraussichtlich expansiveren Fiskalpolitik in Deutschland. Der Handelsstreit mit den USA hatte zuletzt viele Unternehmen verunsichert. Auch in Frankreich lässt der Optimismus etwas nach.

Die Bundesbank erwartet für 2018 jetzt nur noch einen kalenderbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,0 Prozent. Im Dezember hatte sie noch 2,5 Prozent geschätzt. Ihre Vorhersage für 2019 und 2020 hob sie dagegen leicht an. Für nächstes Jahr wird nun ein Wachstum von 1,9 (bisher: 1,7) Prozent und für 2020 von 1,6 (1,5) Prozent erwartet.

Insgesamt rechnet die Bundesbank aber noch mit einer guten Konjunktur. Die bereits hohe Auslastung der Wirtschaft ziehe bis 2020 weiter an. “Zusammengenommen ergibt sich das Bild einer andauernden Hochkonjunkturphase, in der sich die zunehmenden angebotsseitigen Engpässe in kräftigen Lohnzuwächsen und in einer stärkeren Binneninflation niederschlagen”, erklärte Weidmann. Die Notenbank hob zudem ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr leicht an. Für 2020 nahm sie diese dagegen etwas zurück.

Auch die Wirtschaft in Frankreich wird wohl etwas weniger stark wachsen. Die dortige Notenbank rechnet für dieses Jahr nur noch mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent. Im März war sie noch von 1,9 Prozent ausgegangen. Für 2019 blieb sie aber bei ihren Prognosen von 1,7 Prozent und für 2020 von 1,6 Prozent.

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