June 12, 2020 / 7:19 AM / a month ago

Verband - 80 Prozent der Einzelhändler rechnen mit Pleitewelle in Branche

Managing Director of the Handelsverband Deutschland Stefan Genthr attends a news conference addressing the impact on supplies due to the coronavirus disease (COVID-19), in Berlin, Germany, March 17, 2020. REUTERS/Annegret Hilse/Pool REFILE - CORRECTING ID

Berlin (Reuters) - Mehr als jeder Dritte Einzelhändler außerhalb der Lebensmittelbranche sieht sich in Deutschland wegen der Virus-Pandemie in der Existenz bedroht.

“Nach wie vor finden deutlich weniger Kunden als vor der Coronakrise üblich den Weg in die Geschäfte”, erklärte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth vom Branchenverband HDE am Freitag. Eine Umfrage unter 400 Unternehmen zeige, dass die Hälfte der Nicht-Lebensmittelhändler in dieser Woche weniger als 75 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielten. Ein Drittel der Befragten gebe an, dass im Vergleich zum Vorjahr maximal halb so viele Kunden zum Shopping unterwegs waren. “Für die Zukunft sehen knapp 80 Prozent der Händler schwarz: Sie rechnen damit, dass es als Folge der Coronakrise eine Insolvenzwelle in der Branche geben wird und dass sich damit das Bild der Innenstädte verändern wird.”

Die von der Bundesregierung angekündigten Überbrückungshilfen für Unternehmen müssten so rasch wie möglich beschlossen und umgesetzt werden. “Ansonsten könnte es für viele Nicht-Lebensmittelhändler zu spät sein”, warnte Genth. In der Folge würden dann auch zahlreiche Innenstädte veröden: “Ohne Handel stirbt die Innenstadt.” Schnelle und unbürokratische Hilfen seien deshalb unverzichtbar.

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