December 31, 2018 / 9:47 AM / 3 months ago

DIW-Chef - Dringender Handlungsbedarf im Niedriglohnsektor

Euro banknotes and coins are displayed at a fruit merchant on a market in Nice, France, November 16, 2017. REUTERS/Eric Gaillard

Berlin (Reuters) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht dringenden Handlungsbedarf angesichts eines ungewöhnlich großen Niedriglohnsektors in Deutschland.

Zwar erlebe die Bundesrepublik "goldene Jahre", sagte er dem "Tagesspiegel here" (Montagausgabe). Im kommenden Jahr würden die Arbeitslosenquote weiter sinken und die Löhne nochmals steigen. "Ich mache mir weniger Sorgen um eine Rezession oder den Zustand der Wirtschaft", erklärte Fratzscher. Vielmehr seien die guten Zeiten womöglich nicht genutzt worden, um alle Menschen mitzunehmen. "Dringenden Handlungsbedarf sehe ich vor allem im Niedriglohnsektor, der in Deutschland außergewöhnlich groß ist." Jeder fünfte Beschäftigte arbeite im Niedriglohnbereich, darunter viele gut Qualifizierte.

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