August 28, 2018 / 7:26 AM / 3 months ago

Ifo-Institut erwägt Anhebung seiner Wachstumsprognose

Container ship CMA CGM Georg Forster arrives at a loading terminal in the port of Hamburg Germany July 26, 2018. Picture taken July 26, 2018. REUTERS/Fabian Bimmer

München (Reuters) - Angesichts einer guten Binnenkonjunktur und einer Entspannung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA geht das Ifo-Institut von besseren Wachstumschancen für die deutsche Wirtschaft aus.

“Wir erwarten im Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 1,8 oder 1,9 Prozent”, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. “Wir sind jetzt ein Stück optimistischer, aber momentan rechnen wir noch.” Bisher hatten die Münchner Forscher für das Gesamtjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent vorhergesagt und damit eine skeptischere Einschätzung vertreten als andere Institute. Für das laufende dritte Quartal werden 0,5 Prozent Wachstum prognostiziert.

Nach einem Deal von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sind Strafzölle auf europäische Autos vorerst vom Tisch. Stattdessen soll es Verhandlungen über den Abbau von Handelsbarrieren geben. Der Geschäftsklima-Index schnellte daraufhin im August um 2,1 auf 103,8 Punkte in die Höhe. “Der Waffenstillstand von Juncker und Trump sorgt für deutliche Erleichterung”, sagte Wohlrabe.

Dadurch verbesserten sich die Geschäftserwartungen der deutschen Autobauer deutlich: Der Saldo der positiven und negativen Erwartungen, der im Juli noch bei minus 10,0 Punkten gelegen hatte, stieg in der August-Umfrage auf plus 4,9. Das Geschäftsklima in der Autobranche kletterte von 15,3 auf 20,9 Zähler.

“Eine weitere wichtige Stütze des Geschäftsklimas war der Dienstleistungssektor”, ergänzte Wohlrabe. Vor allem die Touristikbranche habe vom sonnigen Wetter profitiert und blicke auch optimistisch auf die kommenden Monate. “Die Reisebranche erwartet einen goldenen Herbst.” Das Baugewerbe boome weiter, vor allem dank privater Auftraggeber im Wohnungsbau. Der florierende Konsum habe auch die Stimmung im Handel verbessert. “Die starke Binnenkonjunktur überstrahlt die Unsicherheitsfaktoren”, so der Wirtschaftsforscher. Die Sorgen vor einem Brexit-Chaos und einer Wirtschaftskrise in der Türkei träten derzeit in den Hintergrund.

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