September 11, 2019 / 8:41 AM / 4 days ago

Forscher sehen Wirtschaft an der Schwelle zur Rezession

Ships are pictured in the shipyard at Bremerhaven September 8, 2013. With well-paid jobs making cars for Audi in nearby Ingolstadt and light-bulbs for Osram, Eichstaett, whose unemployment rate of 1.3 percent is the lowest in all of Germany, is the envy of less fortunate regions. Yet even in places like Bremerhaven, 500 km (340 miles) to the northwest, where the demise of the shipbuilding and fishing industries has spawned unemployment of 15 percent, the highest rate in the country, the mood isn't entirely bleak. These two centres, at opposite ends of the economic spectrum, offer clues to the national mood ahead of a federal vote on September 22 that is being closely watched across Europe. Picture taken September 8, 2013. REUTERS/Fabian Bimmer (GERMANY - Tags: POLITICS ELECTIONS)

Berlin (Reuters) - Die deutsche Wirtschaft steht laut führenden Forschern an der Schwelle zur Rezession.

“Im dritten Quartal wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wohl noch einmal zurückgehen”, sagten die Forscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch voraus. Sie erwarten ein Minus von 0,3 Prozent. Damit rutsche die Wirtschaft in eine kurze Rezession, denn im Frühjahr war das BIP bereits um 0,1 Prozent gesunken. Auch nach Ansicht des Essener Forschungsinstituts RWI mehren sich die Anzeichen, dass die Schwächephase anhält und die Konjunktur in einen Abschwung gerät.

Insbesondere halte der Rückgang der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe und hier insbesondere in der Automobilindustrie an, führte RWI-Experte Torsten Schmidt aus. Für 2020 erwartet er, dass sich die Wirtschaft etwas erholt und das BIP um 0,9 Prozent zulegt. Die Kieler Forscher sehen dies ähnlich. Für nächstes Jahr prognostizieren die Regierungsberater ein Plus von 1,0 Prozent nach einem erwarteten Zuwachs von 0,4 Prozent im laufenden Jahr.

“Derzeit spricht mehr dafür, dass sich die Konjunktur in Deutschland im kommenden Jahr fängt”, betonten die Ökonomen vom IfW. Allerdings dürfte die von den internationalen Zollkonflikten ausgehende Unsicherheit die Produktion hierzulande in besonderem Maße belasten, warnen die Experten: “Vor diesem Hintergrund werden die Exporte wohl nur allmählich wieder etwas Fahrt aufnehmen.” Zudem mache sich die schwächere Konjunktur zusehends am Arbeitsmarkt bemerkbar. “So wird die Zahl der Arbeitslosen wohl vorerst weiter zunehmen.” Ferner werde die Erwerbstätigkeit im kommenden Jahr erstmals seit der Rezession 2009 sinken.

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