September 19, 2019 / 10:20 AM / 3 months ago

Mittelstand laut Studie gut für Krise gewappnet - Kaum "Zombie-Firmen"

Bastian Remmel, an employee of German manufacturer of industrial robots and automation solutions KUKA, poses for pictures at the company's training center in Augsburg, Germany, March 28, 2019. REUTERS/Andreas Gebert

Berlin (Reuters) - Die Mittelständler in Deutschland trotzen der Sparkassen-Finanzgruppe zufolge der weltweiten Konjunkturabkühlung.

Die kleinen und mittleren Unternehmen erwarteten 2019 und 2020 zwar geringeres Umsatzwachstum, sagte Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis am Donnerstag in Berlin bei der Vorlage einer Studie zu rund 300.000 Firmen. “Die Unternehmen sind aber absolut wettbewerbsfähig, hervorragend in ihren Märkten platziert und gut gerüstet, um einem möglichen Abschwung entgegenzutreten.” Dies gelte vor allem im Vergleich zur schweren Rezession 2009. “Heute – zehn Jahre nach der großen Krise – steht der Mittelstand robuster da als je zuvor.” Denn die Manager hätten die hohen Gewinne der vergangenen Jahre konsequent wieder ins eigene Unternehmen gesteckt.

Dennoch wappnen sich viele Betriebe für schwierigere Zeiten. Denn die Hälfte der Sparkassen-Experten verweist darauf, dass ihre Firmenkunden bereits konkrete Maßnahmen wie Personalabbau oder mehr Flexibilität bei der Produktion entwickeln, um sich für einen Abschwung zu wappnen.

Wegen der jahrelang lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gebe es oft Sorgen, dass es in der Mittelstandsfinanzierung zu einer gefährliche Blase kommen könnte, sagte Schleweis. Dies sei der Fall, wenn schwache Firmen durch günstige Kredite künstlich am Leben gehalten würden. Der Sparkassen-Präsident betonte aber: “Im deutschen Mittelstand gibt es keine bedeutende Zahl von Zombie-Unternehmen.” Er bekräftigte seine Kritik an der EZB-Politik des billigen Geldes. Diese führe nicht zu mehr Investitionen. Die Nullzinspolitik sei “nicht nur wirkungslos, sie ist sogar kontraproduktiv, weil sie zu noch mehr Unsicherheiten für die Unternehmen führt”, warnte Schleweis. “Und das größte Investitionshemmnis ist und bleibt Unsicherheit.”

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