May 8, 2020 / 8:30 AM / 22 days ago

Von "Panikphase" zur "Anpassungsphase" - Verbraucher geben weniger aus

FILE PHOTO: An elderly woman wearing a face mask shops in a supermarket, after the federal state of North Rhine-Westphalia decided to make wearing protective masks obligatory in shops and public transportation to fight the spread of the coronavirus disease (COVID-19), in Bad Honnef near Bonn, Germany, April 27, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo

Berlin (Reuters) - Wegen der Corona-Krise will ein Drittel der Deutschen künftig seine Ausgaben einschränken.

Während ein Viertel auf seinen geplanten Urlaub verzichtet, wollen etwa sieben Prozent den Kauf von Kleidung, Autos und Luxusgütern verschieben, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der GfK-Marktforscher hervorgeht. “In der ersten Phase der Krise, der Panikphase, haben die Menschen vor allem das gekauft, was sie unbedingt benötigten”, erklärten die Konsumexperten. Dies seien Ausstattung für das Homeoffice wie Monitore und Webcams, Kühl- und Gefriergeräte für die Lagerung von Lebensmitteln.

In der zweiten Phase - der Anpassungsphase an die neue Situation - hätten sich die Bedürfnisse der Verbraucher erneut verschoben. Produkte im Bereich Home Entertainment, wie Spielekonsolen oder Gaming Computer seien stark nachgefragt worden, um das Leben zu Hause angenehmer zu gestalten. Mit der nun anlaufenden langsamen Öffnung der stationären Geschäfte dürfte es erneut starke Veränderungen im Kaufverhalten geben. “Wir gehen davon aus, dass die Verbraucher in nächster Zeit sehr bedarfsorientiert einkaufen werden”, erläuterte GfK-Fachfrau Petra Süptitz. “Aufgeschobene und weiterhin notwendige Käufe werden nachgeholt.” Darunter seien auch Produkte, die stärker an Einzelhandelsgeschäfte gebunden seien. - “wie beratungsintensive Elektrogroßgeräte wie Einbaugeräte, aber auch Smartphones, Fernseher, höherwertige Elektrokleingeräte wie Kaffeevollautomaten oder auch Babyausstattung”.

Im April kauften laut GfK 70 Prozent der Befragten in Deutschland online ein. Weitere Internet-Käufe planen die Deutschen etwa bei Elektronikartikeln oder Gartenwerkzeugen. GfK-Daten aus China zeigten, dass sich der stationäre Handel nach Ende der Krise zwar langsam erhole, aber nach wie vor 23 Prozent unter dem Vorjahr liege. “Das neue ‘Normal’ wird durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und knappere Verbraucherbudgets gekennzeichnet sein”, führte Süptitz aus. “Darauf werden sich Händler und Hersteller einstellen müssen.”

Vom stationären Handel erwarten die Kunden laut GfK Hygienekonzepte. Außerdem müssten neue und digitale Angebote wie Click & Collect, Online-Beratung, Lieferservices oder verschiedene Zahlungsmethoden geschaffen sowie kreative auf die Verbraucher zugeschnittenen Konzepte fortgesetzt werden. “Große Chancen bieten sich Händlern, wenn sie verstärkt digitale Apps und Medien zur Kundenkommunikation nutzen”, ergänzte Süptitz. So sei es hilfreich, Verbraucher kontinuierlich über Zeiten mit wenig Kundschaft oder Stoßzeiten zu informieren, sodass beim Einkaufen die Abstandsregeln besser eingehalten werden.

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