February 28, 2018 / 8:30 AM / 9 months ago

Kauflaune in Deutschland sinkt - "Politische Turbulenzen verunsichern"

Men wheel shopping trolleys in a Duty Free store at the Fraport airport in Frankfurt November 14, 2012. Frankfurt airport's new Mandarin-speaking personal shopper service is just one example of how leisure and travel firms in crisis-struck Europe are trying to tap into the seemingly inexhaustible spending power of Chinese tourists. Value-added tax (VAT) refund data shows that Chinese travellers, who could overtake Germans as the world's biggest spenders on foreign travel this year, top the tax free shopping leaderboard in European cities like Paris, London and Frankfurt. Picture taken November14, 2012. REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS TRAVEL)

Berlin (Reuters) - Das Konsumklima in Deutschland trübt sich angesichts der immer noch nicht abgeschlossenen Regierungsbildung auf hohem Niveau leicht ein.

Das Barometer dazu sinkt für März um 0,2 auf 10,8 Punkte, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung am Mittwoch zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte. “Die politischen Turbulenzen um die Bildung einer stabilen und tragfähigen Regierung in Berlin haben die Konsumenten möglicherweise etwas verunsichert”, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. “Trotz dieses Dämpfers bleibt der Konsumoptimismus der Bundesbürger hoch.”

Diese schätzen sowohl die Aussichten für die deutsche Wirtschaft als auch für ihre eigenen Einkommen nicht mehr ganz so gut ein wie zuletzt. Auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen, etwa Möbeln, ließ nach.

Die Aussichten für den Konsum bleiben laut GfK in diesem Jahr günstig. Die realen Konsumausgaben dürften um etwa zwei Prozent steigen und damit fast genauso stark wie 2017. “Wichtige Grundlage für ein gutes Konsumjahr 2018 ist der sich weiter exzellent entwickelnde Arbeitsmarkt”, sagte Bürkl. “Zudem würde die Bildung einer stabilen Bundesregierung das Konsumklima zusätzlich stützen.” Am Sonntag wird das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids zur Bildung einer großen Koalition mit CDU und CSU veröffentlicht. Bei einem “Ja” könnte dann fast ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl eine neue Regierung gebildet werden.

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