June 1, 2018 / 12:44 PM / 6 months ago

Ministerium - Sechs Banken in Deutschland handeln mit Kryptowährungen

FILE PHOTO: Representations of the Ripple, Bitcoin, Etherum and Litecoin virtual currencies are seen on a PC motherboard in this illustration picture, February 13, 2018. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo

Berlin (Reuters) - In Deutschland handeln mindestens sechs Finanzinstitute mit sogenannten virtuellen Währungen wie Bitcoin.

Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums zu einer Kleinen Anfrage des Linken-Abgeordneten Thomas Lutze hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag. Die Zahl ergebe sich aus Erkenntnissen der Finanzaufsicht Bafin über die von ihr beaufsichtigten Institute und betreffe den Handel oder den möglichen Erwerb von Kryptowährungen. Die Namen der Banken nennt das Ministerium nicht.

Es gebe bisher kein Bafin-Verfahren gegen Finanzinstitute wegen des Verdachts des Verstoßes gegen geldwäscherechtliche Sorgfalts- und Meldepflichten bei Kryptowährungen, hieß es in der Antwort weiter. Jedes Institut, das die Erlaubnis für den Eigenhandel habe, habe zudem das Recht zur Aufstellung von Automaten, die den Tausch von Bitcoin in Euro und umgekehrt ermöglichten. Bisher sei aber nicht bekannt, dass dies geschehen sei.

Die Banken in der Euro-Zone sind bei Kryptowährungen insgesamt noch zurückhaltend. In den USA hat jedoch Goldman Sachs angekündigt, dieses Jahr in das Handelsgeschäft mit Bitcoin einzusteigen.

Bei den deutschen Behörden sind dem Finanzministerium zufolge seit Mitte vorigen Jahres fast 500 Verdachtsfälle in Verbindung mit Kryptowährungen eingegangen. Von Juni bis Ende 2017 seien 195 Meldungen beim neu eingerichteten Financial Intelligence Unit (FIU) der Generalzolldirektion registriert worden, zwischen Januar und Ende April diesen Jahres waren es weitere 280 Fälle.

Wegen der geringen Marktkapitalisierung und den bisher beschränkten Verflechtungen mit dem Finanzsektor sieht die Bundesregierung nach eigenen Angaben derzeit keine Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte. Geprüft werde aber, ob die EU-Geldwäscherichtlinie überarbeitet werden müsse. “Angesichts einer Vielzahl offener Fragen und erheblichen Risiken bei unklarem Nutzen ist die Ausgabe von digitalem Zentralbankgeld an einen breiten Empfängerkreis für die Euro-Zone derzeit keine Option”, erklärte das Ministerium mit Blick auf entsprechende Überlegungen der schwedischen Zentralbank. Schweden gehört nicht zur Euro-Zone.

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