October 29, 2018 / 1:37 PM / 19 days ago

Roboterbauer Kuka wächst nicht mehr - Gewinnprognose gekürzt

A sign alerts people to be precautious against a roboter arm of German industrial robot maker Kuka during the Hannover Fair in Hanover, Germany, April 25, 2016. REUTERS/Wolfgang Rattay

München (Reuters) - Die Erfolgssträhne des Roboterbauers Kuka geht nach zehn Jahren zu Ende.

Das Augsburger Unternehmen erwartet 2018 einen Umsatzrückgang auf rund 3,3 (2017: 3,5) Milliarden Euro, wie Kuka am Montag einräumte. Die geplante Prognose von mehr als 3,5 Milliarden Euro sei nicht mehr zu halten. Gründe hierfür seien die schwache Konjunktur in Asien und die niedrigere Nachfrage aus der US-Automobilbranche. Für zusätzliche Unsicherheit sorge der Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach neun Monaten hinkt der Umsatz um sechs Prozent hinter dem Vorjahresniveau her.

Auch die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde in diesem Jahr mit 4,5 Prozent nicht so hoch ausfallen wie geplant. Bisher hatte Kuka 5,5 (4,3) Prozent angepeilt. Das entspricht einem operativen Ebit von knapp 150 Millionen Euro statt der bisher ins Visier genommenen gut 190 Millionen. Darüber hinaus fallen negative Sondereffekte von 45 Millionen Euro ins Gewicht.

Vorstandschef Till Reuter will deshalb mehr sparen: “Nach einer langen Wachstumsperiode reagieren wir auf die verschärften konjunkturellen Rahmenbedingungen und legen einen stärkeren Fokus auf unser Effizienzprogramm.” Ein Abbau von Arbeitsplätzen bleibt aber nach der Vereinbarung mit dem chinesischen Mehrheitseigentümer Midea ausgeschlossen. Innerhalb von zwölf Monaten ging die Mitarbeiterzahl aber um zwei Prozent auf 13.700 zurück.

Der Hausgeräte-Hersteller Midea hatte Kuka nach langem Ringen im vergangenen Jahr übernommen. Reuter möchte mit der Partnerschaft neue Geschäftsfelder erschließen: “Der Aufbau der Joint Venture mit Midea in China läuft nach Plan, so dass wir hier künftig weiteres Wachstum generieren können.” Auch der japanische Kuka-Rivale Fanuc - die Nummer eins der Branche - machte am Montag Abstriche an seiner Prognose, ebenfalls mit Verweis auf den Handelsstreit. Die Nachfrage nach Robotern verlangsame sich offenbar, urteilten die Analysten von Morgan Stanley.

An der Börse fiel die Kuka-Aktie um bis zu acht Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief von 59,70 Euro. Vor einem Jahr war sie noch das Vierfache wert. An der Börse ist Kuka noch 2,6 Milliarden Euro wert, bezahlt hatten die Chinesen 4,5 Milliarden. Die Titel von Fanuc schlossen in Tokio dagegen 1,3 Prozent im Plus.

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