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Wirtschaftsnachrichten

Metall-Arbeitgeber fordern längere Hilfen bei Kurzarbeit

Steel rolls are seen at a ThyssenKrupp steel factory in Duisburg, Germany, November, 19, 2019. REUTERS/Leon Kuegeler

Berlin (Reuters) - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert von der Bundesregierung eine deutlich längere Übernahme der Sozialabgaben bei Kurzarbeit bis Jahresende 2021.

“Sonst droht ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht nur in der Metall- und Elektro-Industrie”, erklärte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander am Montag in Berlin. Kurzarbeit ohne Erstattung der Sozialabgaben über längere Zeiträume entziehe den Unternehmen zu viel Liquidität. Dann seien Entlassungen programmiert.

Bis Jahresende erstattet die Bundesagentur für Arbeit (BA) Arbeitgebern die Sozialabgaben für Kurzarbeiter noch in voller Höhe. Allein für 2020 rechnet die Behörde dafür mit Zusatzausgaben von rund acht Milliarden Euro. Die Spitzen von Union und SPD wollen am Dienstag im Koalitionsausschuss über eine Verlängerung der Kurzarbeitregeln sprechen, mit denen in der Corona-Krise Massenentlassungen verhindert werden sollen.

Allein im Mai waren bei der BA rund 6,7 Millionen Kurzarbeiter registriert. Vorschläge aus dem Arbeitsministerium sehen eine Verlängerung der vollständigen Erstattung der Sozialbeiträge nur bis 31. März 2021 vor. Danach sollen die Beiträge nur noch zur Hälfte erstattet werden. Die volle Erstattung soll dann nur noch gezahlt werden, wenn Betriebe Kurzarbeit mit Qualifizierung verbinden. Zudem will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Zahldauer des Kurarbeitergeldes auf bis zu 24 Monate ausweiten.

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