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Wirtschaftsnachrichten

Ifo - Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit sinkt auf 37 Prozent

Employees work at the A3 and A4 production line of the German car manufacturer Audi, amid the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in Ingolstadt, Germany, June 3, 2020. REUTERS/Andreas Gebert

Berlin (Reuters) - Die Zahl der Firmen mit Kurzarbeit in Deutschland sinkt mit der Konjunkturbelebung.

Im August waren es noch 37 Prozent der Unternehmen nach 42 Prozent im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag unter Berufung auf seine monatliche Umfrage unter Tausenden Betrieben mitteilte. “Der Anteil an Firmen mit Kurzarbeit war über fast alle Branchen hinweg rückläufig, auch wenn es insgesamt immer noch viele sind”, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich zuletzt vier Monate in Folge aufgehellt, was für ein Ende der Corona-bedingten Rezession spricht.

Spitzenreiter in Sachen Kurzarbeit bleibt die Industrie mit 53 (Juli: 57) Prozent der Firmen. Bei den Dienstleistern befinden sich noch 33 (39) Prozent der Betriebe in Kurzarbeit. Im Handel fiel der Anteil auf 26 (31) Prozent. “Vergleichsweise wenig betroffen war das Bauhauptgewerbe”, hieß es. Hier gibt es nur in sieben (11) Prozent der Unternehmen Kurzarbeit.

Innerhalb der großen Wirtschaftszweige gibt es den Forschern zufolge riesige Unterschiede. “Das zeigt sich besonders deutlich an den Dienstleistern”, betonten sie. Obwohl der Durchschnittswert nur 33 Prozent betrug, waren im August 88 Prozent der Reisebüros und -veranstalter in Kurzarbeit, 74 Prozent der Arbeitskräftevermittler, 71 Prozent der Hotels, 69 Prozent der kreativen und künstlerisch tätigen Betriebe, 52 Prozent der Gastronomieunternehmen und 40 Prozent der Verlage. Besonders wenig Kurzarbeit gab es im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 4,2 Prozent sowie bei Informationsdienstleistern mit 2,8 Prozent.

Sehr gemischt sieht es in der Industrie aus. Hier waren im August noch 80 Prozent der Metallerzeuger und -bearbeiter in Kurzarbeit. Bei den Herstellern von Bekleidung waren es 67 Prozent und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ebenfalls 67 Prozent. In der Autobranche betrug der Anteil 65 Prozent der Unternehmen, in der Chemie hingegen nur 34 Prozent, bei den Herstellern von Nahrungsmitteln 14 Prozent und bei der Pharmazie vier Prozent.

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