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Wirtschaftsnachrichten

Ifo - Metallindustrie mit 31 Prozent Spitzenreiter bei Kurzarbeit

FILE PHOTO: Employees of German car manufacturer Porsche install the windshield of a Porsche 911 at the Porsche factory in Stuttgart-Zuffenhausen, Germany, February 19, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski//File Photo

Berlin (Reuters) - Trotz eines Rückgangs bleibt die Zahl der Kurzarbeit vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und bei Gastwirten hoch.

Die Metallindustrie, der Maschinenbau, das Gastgewerbe, der Fahrzeugbau mit Zulieferern sowie die Elektrobranche seien die Wirtschaftszweige mit dem größten Anteil an Kurzarbeitern, erklärte das Ifo-Institut am Montag zu eigenen Schätzungen auf Grundlage seiner Konjunkturumfrage. “Die Zahlen sind auch in diesen Branchen im September durchgängig gesunken” sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Jedoch lägen sie immer noch sehr deutlich über dem Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von etwa elf Prozent.

Im September befanden sich den Münchner Forschern zufolge 31 Prozent der Beschäftigten in der Metallindustrie in Kurzarbeit, 29 Prozent im Maschinenbau, 26 Prozent im Gastgewerbe, 24 Prozent im Fahrzeugbau sowie 23 Prozent in der Elektrobranche. Unterdurchschnittlich in Anspruch genommen wurde die Kurzarbeit von Autohändlern und -Werkstätten mit zehn Prozent, von Informations- und Kommunikationsdienstleistern mit acht Prozent, im Einzelhandel mit sieben Prozent, im Baugewerbe mit sechs Prozent, in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie mit fünf Prozent sowie im Finanz- und Versicherungsgewerbe sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen mit zwei Prozent.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte jüngst erklärt, dass die gesamte Kurzarbeit inzwischen zu fast 40 Prozent auf das Verarbeitende Gewerbe entfällt, das zu Anfang der Krise hier nur einen Anteil unter allen Branchen von rund 25 Prozent hatte. “Wir sehen Verschiebungen zu den üblichen Verdächtigen”, sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach vorige Woche.

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