October 23, 2019 / 11:58 AM / in 25 days

Einstieg ins Gemüsesaatgutgeschäft gibt KWS Saat Schwung

Seedlings sprout from the soil rows at a market garden near Auckland October 27, 2009. Picture taken October 27, 2009. REUTERS/Nigel Marple (NEW ZEALAND AGRICULTURE ENVIRONMENT)

Frankfurt (Reuters) - Der Einstieg ins Gemüsesaatgutgeschäft gibt KWS Saat Rückenwind.

Im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 soll der Umsatz um acht bis zwölf Prozent zulegen und damit deutlich stärker als zuletzt, wie der Saatguthersteller am Mittwoch mitteilte. Dazu soll auch ein wachsendes Maissaatgutgeschäft beitragen. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll sich auf elf bis 13 Prozent belaufen. Im abgelaufenen Bilanzjahr 2018/19 hatte KWS seinen operativen Gewinn um gut 13 Prozent auf 150 Millionen Euro gesteigert und war auf eine Marge von 13,5 Prozent gekommen. Das hatte das niedersächsische Unternehmen allerdings auch einem positiven Einmaleffekt von elf Millionen Euro aus dem Verkauf einer Firmenbeteiligung zu verdanken.

Im Sommer hatte KWS Saat die Übernahme der niederländischen Pop Vriend Seeds für rund 400 Millionen Euro und damit den Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes angekündigt. “Durch das Gemüsegeschäft werden wir in den kommenden Jahren einen deutlichen Profitbringer mit hinzunehmen”, sagte Finanzchefin Eva Kienle. Pop Vriend ist Weltmarktführer bei Spinatsaatgut und bietet auch andere Gemüsearten wie Mangold, Rote Bete oder Bohnen an. KWS Saat hat sich bislang auf Zuckerrüben-, Mais- und Getreidesaatgut konzentriert. Das Unternehmen ist der weltweit viertgrößte Saatguthersteller nach Bayer, der US-Firma Corteva und der Schweizer Syngenta und die Nummer eins bei Zuckerrübensaatgut.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 setzte KWS Saat 1,11 Milliarden Euro um, ein Plus von gut vier Prozent. Dazu trug vor allem ein starkes Geschäft mit Roggensaatgut bei. Unter dem Strich verdiente der Konzern 104 Millionen Euro, ein Plus von vier Prozent. Die Aktionäre sollen nach zwei Jahren ohne Dividendenerhöhungen erstmals wieder eine höhere Ausschüttung von nun 67 (Vorjahr: 64) Cent je Aktie erhalten. Fast 55 Prozent an KWS Saat halten die beiden Großaktionäre, die Gründerfamilie Büchting sowie der Unternehmer Arend Oetker.

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