June 27, 2019 / 7:45 AM / 3 months ago

Festnahmen im Fall Lübcke - Waffenverkäufer in Haft

FILE PHOTO: An honour guard stands next to the coffin of Kassel District President Walter Luebcke, who was shot dead by a suspected far-right extremist,, during his funeral in Kassel, Germany, June 13, 2019. Swen Pfoertner/Pool via REUTERS//File Photo

Berlin (Reuters) - Im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben die Ermittler den mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe und den Vermittler des Geschäfts festgenommen.

Ihre Wohnungen in Kassel und im Landkreis Höxter seien durchsucht worden, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mit. Der beschuldigte 64-jährige Deutsche Elmar J. stehe im Verdacht, dem Tatverdächtigen Stephan E. im Jahr 2016 die spätere Tatwaffe verkauft zu haben. Der Kontakt zwischen beiden sei durch den 43-jährigen Deutschen Markus H. hergestellt worden. Die Anklagebehörde werde Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts der Beihilfe zum Mord beantragen.

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha erschossen worden. Der als rechtsextrem eingestufte vorbestrafte 45-jährige Stephan E. sitzt in Untersuchungshaft und hat mittlerweile nach Angaben der Behörden ein Geständnis abgelegt. Der CDU-Politiker Lübcke hatte 2015 bei einer Informationsversammlung zur Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft dafür geworben, für die Werte in Deutschland einzutreten. “Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist. Das ist die Freiheit eines jeden Deutschen.”

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