March 25, 2020 / 8:31 AM / in 10 days

Reallöhne steigen 2019 wenig - Großes Verdienstgefälle zwischen Ost und West

An employer holds 500 euro banknotes in the Money Service Austria company's headquarters in Vienna, Austria, March 3, 2016. REUTERS/Leonhard Foeger

Berlin (Reuters) - Die Reallöhne in Deutschland sind 2019 vergleichsweise schwach gestiegen.

Sie kletterten im Schnitt um 1,2 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Während die Nominallöhne um 2,6 Prozent kletterten, stiegen die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent. Der Anstieg der Reallöhne war einer der geringsten seit 2014: Nur 2017 ging es mit 1,0 Prozent noch langsamer aufwärts. Im laufenden Jahr dürfte die Kurzarbeit vieler Beschäftigten wegen der Coronakrise dafür sorgen, dass die Reallöhne spürbar weniger zulegen.

Während die Verdienste in Westdeutschland samt Berlin 2019 nominal um 2,5 Prozent stiegen, hatten Beschäftigte im Osten ein nominales Plus von 3,6 Prozent. Dennoch bleibt ein großes Lohngefälle zwischen West und Ost: Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen lag bei vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern im Westen bei 54.550 Euro. Im Osten betrug er 41.534 Euro und damit fast ein Viertel weniger. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 52.803 Euro.

Auch im längerfristigen Vergleich ging die Lohnschere weiter zusammen. Während die Nominallöhne im Westen von 2007 bis 2019 um 31,2 Prozent stiegen, betrug das Plus im Osten 41,0 Prozent.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below